Opfer soll aussagen

logo-rechtDas überlebende Opfer des dem „Zwickauer Terrort-Trio“ angelasteten Heilbronner Mordanschlags auf zwei Polizisten, bei dem die Polizeibeamtin Michele Kisewetter ums Leben kam, soll im sogenannten Münchner Mordprozeß gegen die Hauptangeklagte Beate Zschäpe aussagen, berichtet die Stuttgarter Zeitung.
Der Fall des Opfers ist ein bemerkenswertes Detail in den von Ungereimtheiten nur so strotzenden Vorgängen bei den Ermittlungen.
Es begann mit der Suche nach einen „Phantom“, jahrelang aufrecht erhaltenen Behauptungen, der überlebende Polizist Martin A. könne sich an nichts erinnern, niemand habe Schüsse gehört, unveröffentliche und nicht zu den Beschuldigten passenden Phantombildern, nicht überzeugend dementierten Geheimdienstaktionen, unaufgeklärte Ku-Klux-Klan-Verbindungen, nach Irland abgetauchten V-Leuten bis zur Weigerung, dazu in Baden-Württemberg einen Untersuchungsausschuß einzurichten.

Auf der mehr als 600 Namen umfassenden Zeugenliste des NSU-Prozesses ist der Name A. der letzte, wie berichtet wird. Dabei fehle eine ladungsfähige Adresse, dem Oberlandesgericht München ist seitens der Stuttgarter Landespolizei die Taubenheimstraße in Bad Cannstatt genannt worden, Sitz des Landeskriminalamtes. Es handle sich, weil das LKA gar nicht Dienststelle des Zeugen ist, um eine Schutzmaßnahme der baden-württembergischen Sicherheitsbehörden, so die Stuttgarter Zeitung. Angeblich besteht die Angst, eein Rechtsextremer, Trittbrettfahrer oder Wirrkopf „irgendwo draußen soll den Polizisten ausfindig machen können“.

Martin A. hat im Gegensatz zu den jahrelangen Dementis doch Aufzeichnungen zum Tattag geliefert, auch ein Phantombild des mutmaßlichen Mordschützen konnte angefertigt werden. Warum dieses und andere Phantombilder nie veröffentlicht wurden, bleibt ein Rätsel und nährt genauso den Verdacht der Vertuschung wie der außergewöhnliche Polizeieinsatz und die seltsame Suche nach einem Phantom. Laut Stuttgarter Zeitung zeigt das Phantombild Martin A.’s einen dunkelhaariger Mann, dessen Gesichtszüge mit den Terroristen Böhnhardt und Mundlos nicht das Geringste gemein haben.

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