Gegen Englisch als deutsche Wissenschaftssprache

logo-vdsIm „Focus“ kritisiert Jens Rehländer, Experte für Wissenschaftskommunikation und Hochschulthemen, dass die Wissenschaftssprache Deutsch zunehmend durch das Englische ersetzt wird. Während in den 1930er Jahren Chemiker in den USA noch ihre Lesefähigkeit in Deutsch nachweisen mussten und Deutsch die führende wissenschaftliche Publikationssprache in Ländern wie Skandinavien, Niederlande und Osteuropa war, seien seit dem zweiten Weltkrieg viele Wissenschaftler darauf angewiesen, Englisch in Wort und Schrift zu beherrschen. Weiterhin wunderten sich ausländische Studierende heutzutage, warum sie die deutsche Sprache für eine Zulassung an einer deutschen Universität erlernen müssten, wenn sie sich dann in englischsprachigen Seminaren wiederfänden. Gerade für die Geisteswissenschaften sei die notwendige Übersetzung eigener Gedanken in eine Fremdsprache mit dem Verlust der Präzision verbunden. Den Kern des Problems sieht Rehländer darin, dass die Befürworter des Englischen als erste Wissenschaftssprache die Mehrheit im Hochschulbetrieb bildeten. Neben dem starken Zeitdruck sei dies ein weiterer Nachteil durch die Bologna-Reform, die zur „Schematisierung des Denkens“ führe. (www.focus.de)

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.