Änderungen zum 1. Januar 2014 im agrarsozialen Bereich

Deutsher BauernverbandBeiträge zur Alterssicherung der Landwirte steigen

Zum 1. Januar 2014 steigen die Beiträge zur Alterssicherung der Landwirte (AdL), teilt der Deutsche Bauernverband (DBV) mit. Die Beiträge liegen in den alten Bundesländern bei 227 Euro/Monat (Vorjahr: 222 Euro) und in den neuen Bundesländern bei 192 Euro/Monat (Vorjahr: 189 Euro). Sie steigen somit um 2,25 Prozent (West) bzw. 1,6 Prozent (Ost). Der Beitrag zur AdL ist an die Entwicklung in der gesetzlichen Rentenversicherung gebunden. Aufgrund der Erhöhung des vorausgeschätzten Durchschnittsentgeltes in der gesetzlichen Rentenversicherung steigt auch der Beitrag in der AdL. Der Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung hingegen bleibt konstant und beträgt auch im Jahr 2014 18,9 Prozent. Die gesetzlich vorgeschriebene Änderung auf 18,3 Prozent wird nicht realisiert. Der Gesetzgeber hält den Beitragssatz konstant, um zusätzliche Leistungen in der gesetzlichen Rentenversicherung zu finanzieren.

Weiterhin gelten ab dem 1. Januar 2014 die neuen Beitragsmaßstäbe in der landwirtschaftlichen Unfallversicherung (LUV) und landwirtschaftlichen Krankenversicherung (LKV). Die Beiträge werden dabei über einen fünfjährigen Übergangszeitraum schrittweise angepasst. Die Beitragsbescheide zur LKV werden im Januar 2014, die Beitragsbescheide zur LUV werden im April 2014 an die Versicherten versendet.

Mindestgröße für Versicherungspflicht ändert sich
Kreisbauernverbände können Landwirte beraten

Die Vertreterversammlung der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) hat im November 2013 die neuen bundesweit einheitlichen Mindestgrößen für die Versicherungspflicht in der Alterssicherung der Landwirte und der landwirtschaftlichen Krankenversicherung beschlossen, teilt der Deutsche Bauernverband (DBV) mit. Der DBV rät den Landwirten, bei bestehendem Beratungsbedarf den Kontakt mit den Kreisbauernverbänden aufzunehmen. Ab dem 1. Januar 2014 beträgt die bundesweit einheitliche Mindestgröße für landwirtschaftliche Nutzflächen acht Hektar, für Forstflächen 75 Hektar und für den Weinbau zwei Hektar.

In der Alterssicherung besteht die Versicherungspflicht für Betriebe fort, die die neue Mindestgröße nicht erreichen, sofern kein Antrag auf Befreiung gestellt wird. Die Befreiungsmöglichkeit besteht aber nur bis zum 31. März 2014. In der Krankenversicherung gibt es keinen Bestandsschutz, so dass die Pflichtversicherung für die Unternehmer endet, deren Unternehmen die neue Mindestgröße nicht mehr erreichen. Sie können sich dort jedoch freiwillig weiterversichern. Von der Änderung betroffene Versicherte werden unmittelbar von der Sozialversicherung angeschrieben.

Direktzahlungen ab 2013 berechnen lassen
GAP-Prämienschätzer auf der DBV-Internetseite

Landwirte haben ab sofort auf der Internetseite des Deutschen Bauernverbandes (DBV) die Möglichkeit, ihre betriebsspezifischen Prämienzahlungen für die Jahre 2013 bis 2019 mit Hilfe eines Prämienschätzers zu ermitteln. Unter http://www.bauernverband.de/praemienschaetzer müssen Betriebsleiter wenige Angaben zu ihrem Betrieb machen und erhalten anschließend ihre individuellen Prämienzahlungen in einer Tabelle und einer Grafik aufbereitet. Interessierte erfahren auf dieser Internetseite auch, wie die Prämien ermittelt werden. Berücksichtigt sind unter anderem die Übergangsregelungen für 2014, die Einführung der Greeningprämie und des Junglandwirtzuschlages ab 2015 sowie die Zusatzprämie für die ersten Hektare.

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