Merkel: Gemeinsam Lösungen finden

logo-brdDie transatlantischen Beziehungen und außenpolitische Themen

standen im Mittelpunkt eines Treffens von Bundeskanzlerin Angela Merkel und US-Außenminister John Kerry in Berlin. Die Kanzlerin dankte
Kerry, dass er „in ganz persönlicher Weise die Nahost-Friedensgespräche“ voranbringe.

Mit Blick auf die bevorstehenden deutsch-israelischen Regierungskonsultationen sagte Merkel, dass
Deutschland bei der Vermittlung im Nahost-Konflikt „jede Form von Unterstützung“ anbiete.
Die Kanzlerin und der US-Außenminister tauschten sich zudem über die Lage in Syrien, das iranische
Nuklearprogramm und die derzeitige Situation in der Ukraine aus.
Bilaterale Fragen erörtert
Merkel verwies auf die Fortschritte bei den Verhandlungen eines transatlantischen
Freihandelsabkommens. „Das ist für Deutschland als Exportnation von großer Bedeutung“, sagte sie.
Ferner sprachen Merkel und Kerry über die Aktivitäten der NSA und eine Kooperation der
Nachrichtendienste.
Angesichts gemeinsamer Sicherheitsinteressen war auch das zukünftige Engagement in Afghanistan ein
wichtiges Thema der Unterredung.
Gemeinsame Wertebasis
Die Bundeskanzlerin betonte, dass die transatlantische Partnerschaft von herausragender Bedeutung
sei. „Die gemeinsamen Interessen werden auch der Motor dafür sein, dass wir Schritt für Schritt –
manches wird dauern – gemeinsame Lösungen finden“, so Merkel. Dies könne auch durch
Meinungsunterschiede in einigen Punkten nicht infrage gestellt werden. Der US-Außenminister verwies
auf die wachsende globale Bedeutung Deutschlands und die gemeinsame Wertebasis beider Länder.
Die Bundeskanzlerin hatte bereits in ihrer Regierungserklärung im Bundestag am 29. Januar erklärt,
sie werde trotz aller bestehenden Konflikte immer deutlich machen: Deutschland kann sich keinen
besseren Partner wünschen als die USA. „Die deutsch–amerikanische und die transatlantische
Partnerschaft ist und bleibt für uns von überragender Bedeutung.“
Die transatlantische Partnerschaft ist neben der europäischen Integration der wichtigste Pfeiler
der deutschen Außenpolitik. Die USA sind Deutschlands engster Verbündeter außerhalb Europas.
Grundlage der transatlantischen Beziehungen sind gemeinsame Interessen, eine enge gesellschaftliche
Verflechtung sowie ein Vertrauensverhältnis.

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