Armutszuwanderung in Herkunftsländern angehen

logo-dstgbDelegationsreise des Deutschen Städtetages -Deutsche Städte wollen in Rumänien helfen

Deutsche Städte engagieren sich für bessere Lebensverhältnisse von benachteiligten Bevölkerungsgruppen in Rumänien und planen konkrete Kooperationen mit rumänischen Städten und Kommunalverbänden. Das ist das Ergebnis einer Delegationsreise des Deutschen Städtetages mit Städtevertretern aus Gelsenkirchen, Hamburg, Jena und Karlsruhe am 25. und 26. September nach Bukarest. Insgesamt haben derzeit 13 Städte ihre Bereitschaft erklärt, mit rumänischen Partnern zusammenzuarbeiten.

Der Deutsche Städtetag beschreitet mit diesem Engagement einen Weg, der beim Thema „Armutszuwanderung“ auf Dialog und Partnerschaft mit den betreffenden Mitgliedstaaten der Europäischen Union setzt. Dieser Ansatz ergänzt die Maßnahmen, die hier in Deutschland notwendig und durch den Staatssekretärsausschuss der Bundesregierung jetzt angegangen worden sind. Auf EU-Ebene erwartet der Deutsche Städtetag weitere Maßnahmen in den Herkunftsländern Rumänien und Bulgarien, um die Lebensverhältnisse dort zu verbessern.
Dr. Stephan Articus, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, sagte nach der Reise: „Vor Ort ist unübersehbar, dass viele Menschen in sehr ärmlichen Verhältnissen leben. Deshalb wollen wir in Rumänien beispielsweise mit unseren Kenntnissen und Erfahrungen helfen, EU-Fördermittel zu beantragen. Die Gelder, die Rumänien zum Beispiel aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) zustehen, sollen auch abgerufen werden und den Menschen zugute kommen. Bessere Bildungs- und Erwerbschancen und bessere Wohnverhältnisse in rumänischen Städten sind entscheidend dafür, um Armutsmigration zu verhindern und den Menschen in ihrem Heimatland eine Perspektive zu eröffnen.“ Deshalb sei es gut, dass an den Gesprächen auch rumänische Regierungsvertreter beteiligt sind, um den Erfolg der Kooperationen voranzubringen. Vorausgegangen war ein erster Delegationsbesuch im Januar 2014.

„Wir freuen uns, dass die rumänischen Partner großes Interesse an einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit auf lokaler Ebene mit deutschen Städten und dem Deutschen Städtetag haben. Schwerpunktmäßig werden vor allem Projekte in Angriff genommen, die soziale Teilhabe und Integration fördern. Dabei geht es um Verbesserungen für die Minderheit der Roma in den Städten wie auch für andere benachteiligte Bevölkerungsgruppen“, so Articus.
Der kommunale Spitzenverband bringt für die Projektkooperationen mit rumänischen Städten die Erfahrungen seiner Mitgliedstädte ein und kann auch bei der Projektkonzeption beratend zur Seite stehen.

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