Gauck blamiert sich

GauckWar es beim letzten Queen-Besuch noch der Langenburger Bürgermeister, über dessen Begrüßungsansprache mit einem selbstgestrickten Englisch die Queen ein amüsiertes Lächeln nicht verkneifen konnte,

so war es diesmal Bundespräsident Joachim Gauck, der sich beim Staatsbesuch der britischen Königin Elisabeth II. bis auf die Knochen blamiert hat. Das bundesdeutsche Staatsoberhaupt beschenkte den hohen Staatsgast mit einem modernen Gemälde, das eine Szene aus der Jugend der Königin nachzuempfinden versucht. Sie sitzt im Alter von vier Jahren auf dem Rücken ihres ersten Ponys Peggy, ihr Vater George VI. hält die Zügel – frei nach einem Foto aus dem Jahr 1930. Allerdings war das Pony braun und nicht blau, und ihren Vater hat die Queen offenbar auch nicht so in Erinnerung, wie ihn die Künstlerin Nicole Leidenfrost mit dem Acrylgemälde zu interpretieren versucht.

„Leidenfrost“ – der Name könnte die Stimmungslage Gaucks während der quälenden Minuten der Begutachtung des Bildes durch Elisabeth II. zusammenfassen. Die „Welt“ schreibt:

„Komische Farbe für ein Pferd“, kommentierte sie das blaugrundige Bild nach einer Weile amüsiert. Und dann: „Soll das mein Vater sein?“ „Erkennen Sie ihn denn nicht?“, fragte Gauck. Die Königin blieb ungerührt und antwortete mit einem knappen „No“. Dem erkennbar verblüfften Gauck blieb am Ende nichts anderes übrig, als die Queen mit seinem zweiten Gastgeschenk zu vertrösten, einer Packung Lübecker Marzipan. „Well, wenn Sie das Bild nicht mögen, nehmen Sie einfach das Marzipan.“

So etwas nennt man wohl einen Super-GAU.

Selbstverständlich bewerten mehr als 90 Prozent aller Europäer ein solches Gemälde so oder so ähnlich wie die britische Königin. Weniger als 10 Prozent geben sich avantgardistisch und zeigen sich begeistert angesichts der „Ausdruckskraft der Farben“ und der „künstlerisch anspruchsvollen Interpretation“, usw. Quelle: Nation SpartaFür den – durchaus legitimen – Kunstgeschmack dieser weniger als 10 Prozent wird im politischen Berlin auf Kostend es Steuerzahlers eingekauft, wenn es darum geht, öffentliche Gebäude auszustaffieren oder eben auch Staatsgäste zu beschenken. Und mit denen geht es dann regelmäßig zu wie bei des Kaisers neuen Kleidern: Niemand traut sich zu sagen, daß der Kaiser nackt ist.

Insofern fiel die 89-jährige Monarchin aus der Rolle, und Gauck klappte der Unterkiefer herunter.

So ein Pech aber auch!

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