Lutherbibel überprüft

Fünf Jahre lang haben Sprachwissenschaftler und Theologen die Lutherbibel nach einem Beschluss der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) sprachlich überprüft.

Der Text sollte nur an „zwingend gebotenen“ Stellen verändert werden. Der Leiter des Gremiums, der Thüringer Theologe Christoph Kähler, berichtete, dies sei an immerhin 10.000 bis 20.000 Stellen der Fall gewesen, dies werde man jedoch meistens kaum bemerken. Luther beeinflusste die deutsche Sprache mit seiner Bibelübersetzung, indem er zahlreiche Begriffe neu erfand, Redewendungen einführte und Standards für regionale Eigenheiten setzte. Die Übersetzer versuchten, „die Poesie der Sprache zu erhalten“. Eine Änderung etwa betrifft den „großen Sturm“ in der „Sturmstillung“ (Matthäus 8, 23-27). Kähler erklärte: „Wir haben nun ein Beben daraus gemacht, weil im griechischen Text hier von Seismos die Rede ist. Nach dem Tsunami von 2004 haben wir die Erwartung, dass die Gemeinden auch ein großes Beben im Meer gut verstehen können.“ Die Veröffentlichung ist im Oktober 2016 geplant.

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