Die Schildbürger von Bad Tölz

BayernDas sind Sie also, das unfähigste und kurzsichtigste Bürgermeister Trio Oberbayerns: Die Bürgermeister von Bad Tölz!

Zum einen der erste Bürgermeister Josef Janker, sein zweiter Bürgermeister Andreas Wiedemann und das Schlusslicht als dritter Bürgermeister Dr. Christof Botzenhart.

Die drei gebürtigen Tölzer, die dank Ihrer Zugehörigkeit in diversen Vorständen Ihre eigenen Schäfchen bereits im Trockenen haben dürften sind im Begriff die wohlhabende kleine Kurgemeinde Bad Tölz in Grund und Boden zu wirtschaften.

Durch diverse Schildbürgerstreiche versuchen Sie nun noch Ihre Unfähigkeit zu überdecken aber die Realität wird Sie bei der nächsten Wahl sicher überholt haben und die geduldigen Tölzer Bürger werden dieses CSU Trio sicher mit Trompeten und Fanfaren aus dem Rathaus wählen. Oder wie man in Bayern so schön sagt „… mit dem Scheißhausbesen auf´d Strass naus jagn!“

Wenn man heute irgendwo auf dem Erdball steht und den Namen Bad Tölz nennt, kommt sicher gleich einer des Weges der wie aus der Pistole geschossen assoziiert: “ Alpamare!“ und „Der Bulle von Tölz!“ Beides gibts nun leider nicht mehr. Der Bulle Ottfried Fischer und unzählige seiner prominenten Kollegen besuchten einst den kleinen wunderschönen Ort sehr gerne und stiegen dazu im weltbekannten 4-Sterne Hotel „Jodquellenhof“ im Kurviertel und Badeteil des Ortes ab.
Die Wohnungen und Villen in diesem Teil des Ortes wurden zu horrenden Preisen gehandelt und für viele wohlhabene Bundesbürger der Traum als Altersruhesitz.
Nicht zuletzt weil es im Kurviertel eine Schmuckstück der besonderen Art zu erleben gab.
Das Alpamare! Das erste Spassbad der Republik, ein Bad mit Charme und Herz! Gebaut 1970 war es damals eine Innovation und ist noch heute der Innbegriff des Erlebnisbades. Natürlich ist es 45 Jahre nach der Eröffnung keine Konkurrenz zu den modernenen Massen-Erlebnisbädern der Gegenwart mit zwanzig Rutschen und Pinkel-Bars mit Weißbier und Cocktailauschank im Wasser oder Saunapalästen mit 20 Saunen bis hin zum exotischen Mango-Papaya Aufguss der einem vom Saunameister mit dem Pinsel in den Hintern gewedelt wird. Und die Duschen waren im Alpamare halt noch duschen und keine Farbspiel-Wasserfall-Wellnessbrausen….

Aber im Alpamare wurde man stets herzlich empfangen und bestens umsorgt! Kleine und Große, Junge und Alte fanden dort wirklich alles was das Herz begehrt, freilich alles schon etwas in die Jahre gekommen aber welches Bad kann schon 7 Rutschen bieten, ein Wellenbad, eine Indoorsurfanlage, diverse kleinere Kalt und Warm Becken, ein Hallenbad für Schwimmer, eine kleine Sauna und einen wirklich schönen Park mit alten großen Linden, Liegewiesen und Spielplatz für die Kleinen? Nicht zu vergessen das Alpamare Personal das mit großem Herz und Verstand teilweise seit Jahrzehnten im Dienste der Kur und Badegäste dort gearbeitet hat.

Seit gestern ist es nach 45 Jahren nun entgültig vorbei mit dem Badespass.
Die Besucherzahlen des Bades gingen immer weiter zurück und nachdem das Alpamare das einzige öffentliche Bad der Bundesrepublik war das nicht subventioniert wurde konnte es wegen der dringend anstehenden nötigen Modernisierung aus finanziellen Aspekten nicht mehr weiter geöffnet bleiben.
Die Betreiber des Bades, die Jodquellen-AG hatten alles versucht und einige Konzepte zur Neugestaltung und Renovierung vorgelegt die die Hilfe der Gemeinde Bad Tölz voraus setzten, wie zum Beispiel die Genehmigung zum Bau eines Parkhauses oder die Bezuschussung des Bades durch die Gemeinde wie überall anders durchaus üblich, aber die Bürgermeister von Bad Tölz konnten und wollten sich nicht auf die von der Jod-AG vorgelegten Konzepte einlassen! Obwohl es auf klar der Hand lag dass das Bad sonst schliessen muß. Nein die Bürgermeister blieben stur trotz der Tatsache dass das Bad durch seinen Betrieb jährlich etwa 6 – 7 Millionen Euro in den Steuersäckel der Stadt schwemmte durch die Touristen und Kurgäste, durch die Tagesbesucher aus dem gesamten Umland und aus aller Welt! Die Einnahmen der vielen Lokale und Geschäfte in Bad Tölz die von der Attraktivität der Stadt eben durch genau jenes Alpamare profitieren durften noch nicht einmal mitgerechnet. Auch die Tatsache dass viele Arbeitsplätze durch die Schließung wegfallen und durch den Rückgang der Besucher des Ortes auch alle anderen ansässige Betriebe eventuell Stellen abbauen werden ist den Bürgermeistern kein Anlass genug einzugreifen und vernünftig zu agieren.
Stattdessen haben die Bürgermeister ein Alles oder Nichts Spiel mit der Jodquellen-AG getrieben und wollten das Bad mit seinem großen schönen Areal für lumpige 2 Millionen Euro erwerben. Auch Pläne für ein SPA haben die hohen Herren bereits in der Tasche das allerdings nicht im Kurviertel gebaut werden soll und für Familien mit Kindern völlig uninteressant sein dürfte…

Nachdem also klar wurde dass schon die Konzepte zum Erhalt des Jodquellenhofes und der zugehörigen Wandelhalle als Veranstaltungszentrum scheitern hatte die Jodquellen-AG erwogen auf dem Gelände derselbigen Eigentumswohnungen zu bauen. Auch dafür gibt es bereits Pläne aber die guten Bürgermeister haben auch diese Pläne wiederum erfolgreich vereitelt und einen Baustop für zwei Jahre verhängt da diese Bebauung eine Nutzungsänderung des Geländes darstellen würde und das kann man im touristisch genutzten Badeteil natürlich nicht dulden.
So etwas freute nun wiederum den Landrat der bekannterweise hängeringend nach leerstehenden Gebäuden sucht um der wachsenden Flüchtlingnot entgegenzutreten und selbige in den einzelnen Gemeinden zu verteilen. Ergo beschloss die Jodquellen-AG in Übereinkunft mit dem Landrat das ehemalige 4-Sterne Hotel Jodquellenhof in ein Erstauffanglager für Flüchtlinge umzuwandeln. Und so wohnen nun seit ein paar Monaten 160 Flüchtlinge im Kurviertel zwischen millionenschweren Villen und warten darauf wie es mit Ihnen in Ihrer neuen Heimat weitergeht.
Eine gewisse Komik kann man der Jodquellen-AG dabei ruhig unterstellen als Sie dieses Alles oder Nichts Spiel in dieser Runde klar für sich entschieden hatte. Ich darf meine Konzepte nicht umsetzen, ich bekomme einen Baustop für zwei Jahre? Kein Problem, die zwei Jahre Baustop überbrücken wir dadurch an den Menschen etwas Gutes zu tun und Flüchtlingen eine Bleibe zu bieten. Kein finanzieller Verlust und sinnvolle Nutzung!
Aus Sicht der Jodquellen-AG ein völlig logischer Schritt, dass dabei die umliegenden Bürger die Ihre Immobilien zu deutlich überteuerten Preisen gekauft haben nicht besonders glücklich sind kann man sich denken.

Die ungemein weitsichtigen und klar denkenden bürgernahen CSU-Bürgermeister der Stadt Bad Tölz (Ironie aus!) haben es nun geschafft mit der Schliessung des Alpamare auch die zweite Runde im Alles oder Nichts Spiel gegen die Jod-AG völlig in den Sand zu setzen! Denn nun ist das weltbekannte Bad geschlossen und auch hier gilt wegen der Nutzungsänderung ein 2 Jähriger Baustop…. Moment mal… War da nicht etwas? Flüchtlingsnot? Landrat?

Es kommt nun wie es kommen muß. Auch das Alpamare wird in Zukunft unter seiner Traglufthalle Flüchtlinge beherbergen! Der Badeteil des Kurviertel hat zwar somit seine Bezeichnung völlig verloren und auch die Aberkennung des adligen Titels „Bad“ vor dem „Tölz“ im Gemeindenamen wird bereits diskutiert! Doch die Jod-AG hat somit zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Die Bürgermeister der Gemeinde erfolgreich vorgeführt da der finanzielle Verlust durch die Neunutzung als Flüchtlingsheim ausgeglichen wird und das Gelände so nicht zwei Jahre lang leer muß und kostenverursachend vor sich hin gammelt. Und nebenbei gilt man noch als Menschenfreund da man die Not der Flüchtlinge lindert, eben durch die Bereitstellung einer überdachten festen Bleibe bevor der Winter einbricht! Was sollte man dagegen schon sagen ohne gleichzeitig in irgendeinen fremdenfeindliche Ecke gestempelt zu werden.

Auch viele Bürger von Bad Tölz die vom Alpamare völlig unbemerkt profitiert hatten da diese Einrichtung zu Bad Tölz gehörte wie die Isar oder der Blomberg haben es verschlafen rechtzeitig einzugreifen. Unterschriftenaktionen und Infoveranstaltungen zum Erhalt des Bades wurden teils völlig ignoriert da die Bürger wegen der hohen Eintrittspreise selbst oft gar keine Gäste des Bades waren. Dass es einmal schließen könnte kam ja niemandem in den Sinn da man eine Pilgerstätte in einem Ort doch nicht einfach so zu macht. Das Bad bleibt schon offen…

Leider haben die Bürger die Intelligenz und Voraussicht Ihrer amtierenden Bürgermeister hier jedoch völlig überschätzt! Diese hätten es durchaus in der Hand gehabt hätten das Alpamare zu erhalten und Hand in Hand mit der Jod-AG neue Konzepte zu erschließen um den Standort Bad Tölz, das Kurviertel und den zugehörigen Badeteil für die Zukunft umzugestalten.

Stattdessen haben die Bürgermeister jetzt den Bäderbus erfunden der die Kurgäste von Bad Tölz, wenn Sie denn noch kommen sollten, bei Bedarf für rund 35 Euro in den Kurort Bad Wörishofen oder in die Therme Erding kutschiert wenn Sie denn baden gehen möchten! Sind nur rund 3 Stunden Fahrzeit hin und zurück und man kann sich 4 Stunden lang für diesen Preis in herzlosen, völlig überfüllten Badeattraktionen „erholen“ während das Kurviertel selbst zum Flüchtlingsviertel wird….

Quelle: Nation SpartaAlles in allem sollten die Bürger also eventuell doch den „Scheißhausbesen“ nehmen und die hohen Schildbürger Herren damit auf´d Strass naus jagn…

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