Afghanische Familie zahlt 120.000 Euro für Schleusung

  • Asyl2140 abgelehnte Asylbewerber aus Mecklenburg-Vorpommern mit Chartermaschine ausgeflogen
  • Sieben unerlaubt eingereiste Personen festgestellt
  • Asylsuchende randalierten – zahlreiche Streifen im Einsatz
  • Albaner wegen unerlaubtem Aufenthalt in Gewahrsam genommen

Afghanische Familie zahlt 120.000 Euro für Schleusung – Flug nach London in München unterbrochen und falsche Papiere entsorgt

Am gestrigen Dienstag (27.Oktober) beantragte eine fünfköpfige afghanische Familie Asyl bei der Bundespolizei am Flughafen München. Bei der Befragung gaben sie an, 120.000 Euro an einen Schleuser gezahlt zu haben, der sowohl die Reise wie auch falsche Pässe organisiert hatte.

Der Mann, die Frau und die 5-, 9- und 11 Jahre alten Kinder hatten gebuchte Flüge von Dubai über München nach London. In München stiegen sie aus und meldeten sich bei der Einreisekontrolle der Bundespolizei. Dort gab der 35-jährige Afghane an, er wolle Asyl in Deutschland beantragen und zu Familienmitgliedern nach Düsseldorf reisen. Grund hierfür sei, dass er in seinem Heimatland politisch verfolgt würde. Die 33-jährige Ehefrau wollte keine Angaben machen.

Bei der anschließenden Befragung gab der Mann an, er habe in seiner Heimat einen Schleuser mit der Organisation der Reise beauftragt und dafür 120.000 Euro bezahlt. Der Schleuser besorgte Tickets und falsche Pässe, mit denen die Familie sich Richtung Deutschland aufmachte. In München angekommen, entsorgten die Geschleusten die falschen Pässe in Toilettenräumen am Flughafen. Bundespolizisten konnten noch Passfragmente in dem Raum sicherstellen.

Nach den polizeilichen Maßnahmen und der Bearbeitung des Asylantrages wurde die Familie in die Aufnahmestelle der Stadt München weitergeleitet. Eine Anzeige wegen Verdachts der unerlaubten Einreise und des Verschaffens von falschen amtlichen Ausweisen bekommen die Eltern trotzdem.

140 abgelehnte Asylbewerber aus Mecklenburg-Vorpommern mit Chartermaschine ausgeflogen

140 Personen, deren Antrag auf Asyl abgelehnt wurde und die vollziehbar ausreisepflichtig waren, wurden heute aus Mecklenburg-Vorpommern mit einer Chartermaschine vom Hamburger Flughafen aus nach Serbien und Albanien geflogen.

Innenminister Lorenz Caffier: „Wir können die große Zahl von Kriegsflüchtlingen aus Krisenregionen nur aufnehmen, wenn wir diejenigen, die vom Bundesamt nicht als Asylbewerber anerkannt wurden und kein Recht haben zu bleiben, auch zügig wieder in ihre Herkunftsländer zurückführen. Rückführungsmaßnahmen sind nicht angenehm, auch für die beteiligten Beamten nicht, aber wer dazu nicht steht, gefährdet das Asylrecht.“

Die heutige Rückführungsmaßnahme war schon seit längerem geplant und steht nicht im Zusammenhang mit den neuen gesetzlichen Regelungen.

Insgesamt sind im laufenden Jahr mit der heutigen Rückführungsmaßnahme rund 700 Personen zurückgeführt worden, hauptsächliche Zielländer waren Serbien, Mazedonien und die Länder der europäischen Union auf der Grundlage der Dublin-Entscheidungen.

Ausreisepflichtig sind mit Stand 30.09.2015 insgesamt 3.537 Personen, 2.950 Personen können aus verschiedenen Duldungsgründen derzeit nicht zurückgeführt werden.


Sieben unerlaubt eingereiste Personen

Bundespolizisten stellten gestern insgesamt sieben unerlaubt eingereiste Personen aus dem Irak, Somalia und Syrien auf dem Frankfurter Bahnhof fest. Alle Personen äußerten ein Asylbegehren.

Dienstagmorgen gegen 09:00 Uhr kontrollierten Bundespolizisten drei Männer aus Somalia auf dem Bahnhof in Frankfurt (Oder). Einer von ihnen war im Besitz eines gültigen Flüchtlingspasses und damit in Deutschland bereits registriert. Die zwei anderen Männer konnten keine Dokumente vorweisen, die zur Einreise und zum Aufenthalt in Deutschland berechtigen. Die Bundespolizisten leiteten Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der unerlaubten Einreise und des unerlaubten Aufenthaltes sowie in einem Fall wegen der Beihilfe zu diesen Straftaten ein. Die zwei noch nicht registrierten Männer äußerten gegenüber den Beamten ein Asylbegehren.

Eine zweite Feststellung erfolgte gegen 22:30 Uhr ebenfalls auf dem Bahnhof der Oderstadt. In diesem Fall waren es zwei junge Männer aus Syrien und dem Irak, die von einer Bundespolizeistreife kontrolliert wurden. Auch diese Personen konnten keine Dokumente vorlegen, die ihre Einreise oder Aufenthalt legalisiert hätten, weswegen die Beamten entsprechende Ermittlungsverfahren einleiteten. Die zwei jungen Männer wollten eigentlich nach Schweden reisen, um dort Asyl zu beantragen.

Gegen 23:50 Uhr erschien eine dreiköpfige syrische Familie bei der Bundespolizei am Frankfurter Bahnhof. Sie wiesen sich mit syrischen Reisepässen aus und stellten ebenfalls ein Asylbegehren. Wegen des Verdachts der unerlaubten Einreise und des unerlaubten Aufenthalts leiteten die Beamten Ermittlungsverfahren ein.

Alle sieben Personen wurden im Anschluss an die zentrale Ausländerbehörde in Eisenhüttenstadt weitergeleitet.

Asylsuchende randalierten – zahlreiche Streifen im Einsatz

Nürnberg (ots) – Mehrere Asyl suchende Personen fielen am frühen Samstagmorgen (17.10.2015) am Nürnberger Plärrer auf. Letztlich mussten sieben Streifen der Nürnberger Polizei für Ruhe und Ordnung sorgen.

Nach bisher bekannten Umständen gerieten fünf Asylbewerber (alle aus Afrika) in einen heftigen Streit. Ein völlig unbeteiligter Zeuge, der offenbar gehbehindert ist und deshalb mit einer Krücke unterwegs war, kam zwischen die Fronten der Streitenden. Ein noch unbekannter Beteiligter entriss des Zeugen Krücke und schlug im Anschluss daran auf seine bisherigen Kontrahenten ein.

Als sich der Streit auf die Straßenbahninsel verlagert hatte, schlugen nach bisherigen Ermittlungen alle Personen mit unterschiedlichen Gegenständen aufeinander ein. Ein 26-Jähriger nahm die geraubte Krücke an sich und zerstörte die Schaufensterscheibe eines nahe gelegenen Cafès. Auch ein Geldautomat wurde durch die Handlungen in Mitleidenschaft gezogen. Im Cafè beschädigte ein Teil der Streithähne die gesamte Inneneinrichtung, so dass ein bisher geschätzter Sachschaden in Höhe von 10.000 Euro entstanden ist. Das Cafè ist zurzeit wegen Umbaus geschlossen.

Inzwischen hatten Zeugen die Polizei verständigt. Mehr als ein Dutzend Beamte war nötig, um die noch immer streitenden Asylsuchenden zu trennen und die Lage zu beruhigen. Letztlich mussten mehrere Verletzte beklagt werden; die Tatbeteiligungen sind noch unklar. Diesbezüglich dauern die Ermittlungen noch an.

Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Raubes, der gefährlichen Körperverletzung und der Sachbeschädigung wurden eingeleitet.


Albaner wegen unerlaubtem Aufenthalt in Gewahrsam genommen

Verdächtig erschien Beamten der Bundespolizeiinspektion Ebersbach am 14.10.2015 gegen 12:00 Uhr eine Person, die zu Fuß auf der B 6 Richtung Bautzen unterwegs war. Die Kontrolle des albanischen Staatsangehörigen erfolgte auf Höhe der Ortschaft Eiserode. Der 21-jährige Mann wies sich mit einen albanischen RP, ohne gültigen Aufenthaltstitel, aus. Er gab an nach Dresden laufen zu wollen um Asyl zu beantragen. Zur weiteren Bearbeitung wurde er in Gewahrsam genommen und zur BPOLI Ebersbach verbracht. Nach Abschluss der Anzeigenerstattung wurde er mit einer Anlaufbescheinigung an das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge weitergeleitet.

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