Ursprung des Indoeuropäischen

Der Leipziger Linguist Martin Haspelmath erklärt im Interview mit der Süddeutschen Zeitung die
Herkunft der indoeuropäischen Sprachen und bewertet den Wert einer Sprache.

Eine neue These
laute, dass „unsere Sprache nicht nördlich des Schwarzen Meeres entstanden ist, sondern südlich
davon in Anatolien“ und zwar vor deutlich mehr als den bisher angenommenen 6.000 Jahren. „Ob
man eine Sprache sprechen möchte, hängt ganz stark davon ab, ob man diese Sprache
wertschätzt“, sagte Haspelmath und bringt als Beispiel das Sorbische: „Das wird vom Deutschen,
das mehr Prestige hat, geschluckt und aussterben.“
Sogar ein Aussterben des Deutschen hält Haspelmath für möglich: „Wenn es aus wirtschaftlichen
Gründen sinnvoller ist, und wenn ein Volk keine großen Berührungsängste mit einer größeren
Nachbarsprache hat, kann auch eine große Sprache aufgegeben werden.“

Grafik dazu

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