IGFM fordert ein Kriegsverbrechertribunal zur Bestrafung der Täter des „Islamischen Staates“ (IS)

logo-igfmDie Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) fordert ein Kriegsverbrechertribunal der Vereinten Nationen über die Verbrechen des „Islamischen Staates“ (IS).

Am 3. August jährt sich der Beginn des Völkermordes des IS an den irakischen Jesiden zum zweiten Mal. Der IS hatte damals durch rasche Gebietsgewinne zehntausende Jesiden gefangen genommen, die große Mehrheit der gefangenen Männer erschossen sowie Mädchen und Frauen versklavt.

Aus diesem Anlass startet die IGFM am 3. August eine Online-Petition, um die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.

Petition für ein Kriegsverbrechertribunal zur Bestrafung der Täter des „Islamischen Staates“ (IS)
Der Islamische Staat (IS) bekennt sich offen zu seinen Verbrechen. Er beruft sich dabei ausdrücklich auf das islamische Recht und die islamische Rechtstradition. So veröffentlichte der IS am 2. Februar 2015 ein Video, das zeigt, wie der (muslimische) Pilot Moath al-Ksasbah aus Jordanien lebendig verbrannt wird. Als Vorbild diente dem IS in diesem Fall Abu Bakr, einer der ersten Anhänger des islamischen Propheten Mohammed und als 1. Kalif dessen erster Nachfolger. Auch er ließ einen seiner Gegner, Fuja’ah al-Sulami, lebendig verbrennen. Bild: IS

Wir fordern ein IS-Kriegsverbrechertribunal!

Der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag kann die Verbrechen und den Völkermord auf dem Gebiet des „Islamischen Staates“ (IS) nicht verfolgen – er kann nur Täter aus den Ländern bestrafen, deren Regierungen dem Abkommen darüber beigetreten sind. Syrien und Irak sind es nicht. Darum muss ein Gerichtshof ähnlich den Vorbildern des Ruanda- oder Jugoslawien-Ad-hoc-Tribunals geschaffen werden, damit die Verbrechen des IS nicht ungestraft bleiben. Dies kann nur der UNO-Sicherheitsrat nach Kapitel VII der UNO-Charta beschließen. Auch das Ad-hoc-Tribunal zu Jugoslawien sowie die Entstehung des Internationalen Strafgerichthofes sind auf Initiative und massiven Druck durch die Zivilgesellschaft entstanden.

Die Verantwortlichen des IS für die furchtbaren Kriegsverbrechen und den Völkermord an religiösen und ethnischen Minderheiten müssen vor einem Internationalen Strafgericht zur Rechenschaft gezogen werden. Die Einrichtung von Tribunalen für die Verantwortlichen der Massaker in Ruanda und Jugoslawien sind ein Vorbild. Dieses gute Beispiel muss fortgesetzt werden, damit gesichert ist, dass die Schuldigen von Völkermord, furchtbaren Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Syrien und im Irak nicht ohne Strafe entkommen. Nur Gerechtigkeit kann letztendlich zu Verständigung und Frieden führen. Darüber hinaus dient ein Kriegsverbrechertribunal als Abschreckung für zukünftige Täter.


Ihre Stimme hat Gewicht – bitte schließen Sie sich an!

Wir, die Unterzeichner, appellieren an die Vereinten Nationen, ein Kriegsverbrechertribunal einzurichten, vor dem alle Fälle von Kriegsverbrechen, Genozid und Menschenrechtsverletzungen gegen religiöse und ethnische Minderheiten, begangen durch den IS, vorgebracht werden, so dass alle verantwortlichen Personen damit rechnen müssen, vor Gericht gestellt zu werden.

[zur Petition: bitte ausdrucken, unterschreiben, weitergeben …]

Die Petition ist eine gemeinsame Aktion der IGFM und des Menschenrechtszentrums Cottbus (MRZ). Wir wollen die Petitionen an die Vereinten Nationen in Genf übergeben. Zu diesem Akt werden uns Opfer des IS begleiten. Bitte unterstützen Sie diesen Appell durch Ihre Unterschrift und leiten Sie ihn weiter oder legen Sie ihn öffentlich aus. Sie können diesen Appell auch bei der IGFM bestellen oder den Link zu dieser Seite weiterleiten. Durch diese Aktion werden weitere Opfer ihre Angst überwinden, ihr Schweigen brechen und sich melden. Bitte unterstützen Sie diese Arbeit und unsere humanitäre Hilfe im Irak für die Opfer des IS mit Ihrer Spende.

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