Neues von den Asylbewerbern: Gäste von Frau Merkel

Asyl1 Der Bürgermeister der sächsischen Stadt Waldenburg, Bernd Pohlers (Freie Wähler), kritisierte das Verhalten mancher seiner schutzbefohlenen Asylbewerber jetzt im „Stadtboten“ dem Amtsblatt der Stadt.

Bürgermeister Pohlers: „Die Bewohner vom Roten Graben 13 gehören mittlerweile zum Alltag im Stadtbild. Die Kinder besuchen die Kindertagesstätte „Schatzkiste“ in Waldenburg. Die älteren Kinder gehen zur Schule in Glauchau, wo sie in sogenannten DaZ-Klassen (Deutsch als Zweitsprache) unterrichtet werden. Die Erwachsenen erhalten Deutschunterricht – getrennt nach Frauen und Männern – zweimal 2 Stunden in der Woche. Der Unterricht wird durch jeweils 2 ehrenamtliche Lehrkräfte sichergestellt und findet im Roten Graben 7 statt. Zur Integration der Flüchtlinge/Asylsuchenden gehört auch die rasche Eingliederung in den Arbeitsmarkt. Um möglichst schnell eine Beschäftigung zu verschaffen, Langeweile entgegenzuwirken und die Akzeptanz in der Bevölkerung zu erhöhen, hat die Stadt Waldenburg 7 Arbeitsgelegenheiten (20 Wochen – stunden je 1,05 €) beantragt und bewilligt bekommen. Ab dem 1.4.2016 konnten alle erwachsenen männlichen Bewohner des Roten Graben 13 an gemeinnützigen Tätigkeiten im Stadtgebiet teilnehmen.
In der 1. Woche lief die Maßnahme gut an. Durch die Mitarbeiter des Bauhofes wurden die Personen im Roten Graben abge – holt und an die jeweiligen Arbeitsplätze und nach Beendigung der Arbeit wieder nach Hause gebracht. Später wurde dann von den genannten Personen argumentiert, dass sie Gäste von Frau Merkel sind und Gäste ja nicht arbeiten müssten. Weiterhin wurde die Meinung vertreten, dass es in Deutschland einen Mindestlohn (8,50 €) gibt und dieser dann auch von der Stadt Waldenburg zu zahlen ist!
In einem extra anberaumten Gesprächstermin mit dem Dolmetscher wurde von Seiten der Verantwortlichen in der Stadt Waldenburg und dem Diakoniewerk alles nochmals erklärt und erläutert. Leider konnte keine Einigung über die Fortführung der Maßnahme erzielt werden, so dass die Stadt am 31.05.2016 gegenüber dem Landkreis Zwickau (Sozialamt, Sachgebiet Asyl) den Abbruch der Arbeitsgelegenheiten für Asylbewerber erklärt hat.
Über diese Entwicklung bin ich persönlich enttäuscht und in gewisser Weise traurig. Die Verwaltung, die Mitarbeiter des Bauhofes und des Diakoniewerkes haben viel Zeit geopfert, sich viel Mühe gegeben, um unser Möglichstes für eine gelingende Integration zu tun. Ich weiß, dass diese Zeilen dazu führen werden, dass Skeptiker sagen: „haben wir doch gleich gewusst“ oder ähnliches. Ich habe in meinen kurzen Berichten im Stadtbote seit Herbst 2015 die Bürger der Stadt über alles, was die Asylanten in Waldenburg betrifft, aufgeklärt.
Ich habe mehrfach zu Spendenaktionen aufgerufen, die großen Wiederhall in der Bevölkerung fanden. Deshalb sehe ich es auch als meine Pflicht, Sie über die jetzige Situation zu unterrichten, wenn es mir auch schwer fällt und mir von mancher Seite abgeraten wurde.“

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s