196.000 im Integrationskurs

HereinspaziertDeutlich mehr Integrationskurse

Das Integrationsgesetz zeigt erste Erfolge. Im laufenden Jahr haben mehr als 196.000 Menschen einen
Integrationskurs begonnen. Das sind mehr als im gesamten Vorjahr, berichteten Bundesinnenminister
de Maizière und Bundesarbeitsministerin Nahles im Kabinett.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière und Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles haben im Kabinett
zum aktuellen Stand bei Integrationskursen und berufsbezogener Deutschsprachförderung berichtet. Im
Mittelpunkt standen dabei die ersten Auswirkungen des Integrationsgesetzes, das in wesentlichen
Teilen am 6. August 2016 in Kraft getreten ist.
Mehr Lehrkräfte, bessere Vergütung
Die Zahl der Lehrkräfte ist deutlich angestiegen. Aktuell ist seit 1. Juli ein Anstieg um 820
Lehrerinnen und Lehrer zu verzeichnen. Insgesamt stehen für die Integrationskurse nun rund 15.000
qualifizierte Lehrkräfte zur Verfügung.
Durch das Integrationsgesetz ist die Mindestvergütung für Lehrkräfte um 12 Euro auf 35 Euro pro
Unterrichtseinheit angehoben worden. Auch die Erhöhung des Kostenerstattungssatzes für Träger
dieser Kurse führte zu einem deutlichen Anstieg der Zahl der qualifizierten Lehrkräfte. Kursträger
könnten sich durch die höhere Kostenerstattung finanzielle Spielräume verschaffen und auf
Kostenentwicklungen reagieren.

Einheitliche Vorgaben
Auf Basis des Integrationsgesetzes regelt eine Verordnung die Ausgestaltung der Integrationskurse.
Die Träger der Kurse wurden verpflichtet, das Kursangebot zu veröffentlichen. Die Zahl der
maximalen Teilnehmer pro Kurs wurde erhöht. An den allgemeinen Integrationskursen können nun 25
statt 20 Personen teilnehmen.
Besonderer Augenmerk wurde auch auf die Stärkung der Wertevermittlung im Orientierungskurs gelegt.
Dazu werden im Orientierungskurs weitere Lerninhalte behandelt. Die Zahl der Unterrichtseinheiten
wurde von 60 auf 100 aufgestockt.

Sprache lernen
Bei der Integration steht das Erlernen der deutschen Sprache im Mittelunkt. An die
Integrationskurse schließt sich die Sprachausbildung an. Die berufsbezogene Sprachförderung baut
auf den Integrationskursen auf und dient dem Spracherwerb bis zum Sprachniveau C2 nach dem
Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen.
Daneben werden besondere Kurse eingerichtet, wie zum Beispiel die Sprachförderung für bestimmte
Berufe im Berufsanerkennungsverfahren. Außerdem werden Spezialmodule für den Spracherwerb auf
vereinfachtem Sprachniveau angeboten. Damit werden die Chancen der neu zu uns gekommenen auf dem
Ausbildungs- und Arbeitsmarkt deutlich verbessert.
Das Integrationsgesetz soll dazu beitragen, die Integration der Flüchtlinge zu erleichtern: durch
mehr Angebote an Integrationskursen, Ausbildungs- und Arbeitsmöglichkeiten. Gleichzeitig beschreibt
es die Pflichten Asylsuchender. „Fördern und Fordern“ ist der Leitgedanke des neuen Gesetzes.

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