Streit um Groß-Moschee in der Südpfalz

moschee2In der pfälzischen Kreisstadt Germersheim wogen momentan die Emotionen hoch wegen des Neubaus einer Repräsentativ-Moschee im Auftrag der vom türkischen Staat abhängigen Islam-Vereinigung DITIB.

Von Verharmlosung der DITIB bis hin zu grundsätzlicher Kritik am Gebaren der bundesweit tätigen Mohammedaner-Organisation reichten am 24. Oktober die Standpunkte in einer vom Südwestdeutschen Rundfunk organisierten Podiumsdiskussion mit dem Titel „Kirchturm und Minarett – Islam in Rheinland-Pfalz“. Am 1. Oktober fand bereits der erste Spatenstich zum Bau der Repräsentativ-Moschee statt, doch die Stadt reichte beim Verwaltungsgericht einen Eilantrag ein, der den Weiterbau wegen zahlreicher Proteste aus der Bürgerschaft und der öffentlichen Debatte um die Rolle der DITIB stoppen soll.

Während der Podiumsdiskussion wurde auf die radikal-islamische Ideologie des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan hingewiesen. Ende der 1990er Jahre zitierte das heutige Staatsoberhaupt der Republik am Bosporus zustimmend ein Gedicht, das dem Schriftsteller Mehmed Ziya zugeschrieben wird: „Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind. Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten.“ Hierfür verbüßte Erdogan in der damals säkular geprägten Türkei eine viermonatige Haftstrafe.
Der Koordinator der DITIB-Landesverbände, Murat Kayman, beschwichtigte damit, die einzelnen Moschee-Gemeinden müssten die Baukosten ihrer Gebetsstätten selbst finanzieren. Seit Jahrhunderten sei es Brauch, dass der türkische Staat seine Imame auch im Ausland bezahlt. Dieses von DITIB seit ihrer Gründung im Jahr 1984 angewandte Prinzip sei keine Erfindung von Erdogan. Um sich ein Bild vom Islam zu machen, seien „zwischenmenschliche Kontakte statt nachgeplapperter Gerüchte“ (zitiert nach der Zeitung „Rheinpfalz“) der richtige Weg.
„Der Dialog geht weiter und das ist wichtig“, äußerte in gutmenschlichem Tonfall die rheinland-pfälzische Integrationsministerin Anne Spiegel (Bündnis 90/Die Grünen). Sie stellte die DITIB als zuverlässige Partnerin dar. Sogleich aber schränkte Spiegel ein, wissenschaftliche Gutachten sollen in Bälde Auskunft darüber geben, inwieweit die türkische Staatsführung Einfluss nimmt auf die DITIB. Eine überzeugte Stellungnahme sieht anders aus!
Ein Blick ins nördlich benachbarte Bundesland Nordrhein-Westfalen ergibt ein gegenteiliges Bild. Im April berichtete das Magazin „Spiegel“ von einem Comic der DITIB, der sich an Kinder richtet und den Märtyrertod nach islamischer Vorstellung verherrlicht. Sechs Monate später stellte deswegen das im Ruf der Islam-Freundlichkeit stehende Innenministerium Nordrhein-Westfalen seine Zusammenarbeit mit der DITIB im Rahmen des Salafismus-Präventionsprogramms „Wegweiser“ ein.
logo-proDDie Bürgerbewegung pro Deutschland warnt seit jeher, Islam-Funktionären auf den Leim zu gehen, denn schon oftmals haben selbige die Klaviatur politischer Korrektheit gespielt, um die hiesige Mehrheitsgesellschaft der „Ungläubigen“ hinters Licht zu führen!

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