Sozialbetrug in Braunschweig

In Braunschweig stehen 300 Sudanesen im Verdacht, unrechtmäßig Sozialleistungen abkassiert zu haben.

Sie meldeten sich bei der Landesaufnahmestelle Braunschweig unter verschiedenen Identitäten mit jeweils anderen, frei erfundenen Fluchtgeschichten als Asylbewerber an. „Mal einen Bart wachsen lassen, mal eine Brille aufgesetzt, mal die Haare kürzer, immer anderer Nachname“, das war die Masche, erläutert Jörn Memenga, Sprecher einer Sonderkommission der Braunschweiger Polizei zur Ermittlung von Flüchtlingskriminalität. Dem Steuerzahler entstand ein Schaden von mehreren Millionen Euro.

Zurückgezahlt werden die Gelder nicht. Denn die Asylbewerber sind mittellos. Bei ihnen ist nichts zu holen.

Den Asylbewerbern steht monatlich ein Taschengeld von 135 Euro zu. Zunächst war ein Sudanese aufgeflogen, der diesen Betrag unter 12 Identitäten bezog, also auf 1.620 Euro monatlich kam. Insgesamt kassierte er 45.000 Euro ab. Dann stellte sich heraus, dass hunderte seiner Landsleute nach gleichem Muster vorgingen.

logo-proDDie Braunschweiger Verhältnisse dürften kaum einmalig sein. In anderen Bundesländern besteht bei der Polizei keine Sonderkommission, die gezielt derartige Straftaten aufklärt. Massenmedien, Politik und Polizei kehren solche Kriminalitätsformen lieber unter den Teppich.

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