„Jagdrecht auf Kinder mit Down-Syndrom“

„Primäres Screening“, wie es der sogenannte Pränatest der Konstanzer Biotech-Schmiede LifeCodexx und andere Konkurrenzprodukte ermöglichen, kommt nach Ansicht des Kinderarztes und Leiters der Abteilung Molekulare Pädiatrie an der Universitätsklinik Erlangen, Professor Holm Schneider, einem „Jagdrecht auf Kinder mit Down-Syndrom gleich“.

Das berichtet die Wochenzeitung „Welt am Sonntag“ (WamS). Fast jedes Kind, bei dem mittels dieser Tests ein Down-Syndrom entdeckt werde, werde auch abgetrieben. „Menschen mit Down Syndrom wird es irgendwann nicht mehr geben“, zitiert die „WamS“ Schneider.

Laut dem Professor, der sich ehrenamtlich auch im Vorstand der Aktion Lebensrecht für Alle engagiert, stehe die massenhafte vorgeburtliche Selektion in frappierendem Widerspruch zu den zunehmenden Bemühungen der Gesellschaft um Chancengleichheit und Inklusion behinderter Menschen. „Wirkliche Inklusion beginnt schon vor der Geburt“, wird der Arzt zitiert.

Mit dem Pränatest können Kinder mit Down-Syndrom bereits ab der neunten Schwangerschaftswoche über eine Untersuchung des mütterlichen Blutes identifiziert werden. Bei einem entsprechenden Befund ist eine vorgeburtliche Kindstötung dann meist noch innerhalb der Zwölf-Wochen-Frist möglich.

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