Deutschland: Terrorgruppe Islamischer Staat baut eigenen Geheimdienst auf

Der Islamische Staat baut schon seit Ende 2015 in Deutschland einen straff organisierten Geheimdienst auf, der nach Einschätzung von Sicherheitsbehörden inzwischen in vielen Flüchtlingsunterkünften aktiv ist. Das haben Sicherheitskreise mitgeteilt.

Nach diesen Informationen hat Abu Muhammad al-Adnani, der Leiter des IS-Geheimdienstes, auch in Deutschland schon an mehr als 100 Stützpunkten Schläferzellen, die ausschließlich auf Befehle des IS-Geheimdienstes hören. In jedem größeren Flüchtlingslager soll der IS-Geheimdienst inzwischen besser über alle Vorgänge unterrichtet sein als die deutschen Sicherheitsbehörden.

Am besten über die Lage informiert sein soll Manfred Hauser, der Vizepräsident des Bayerischen Landesamtes für Verfassungsschutz. Er hatte gerade erst dem britischen Sender BBC gesagt, dass sich nach seiner Kenntnis inzwischen an vielen Orten in Deutschland »hit squads« des IS aufhalten. Es gebe so viele Hinweise auf »hit squads«, dass man sie nicht alle zeitnah verifizieren könne.
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Nach uns vorliegenden Informationen aus Sicherheitskreisen hat der IS-Geheimdienst (Codename beim BND »EMNI«) in Deutschland zusätzlich zum eigenen Geheimdienst auch schon Strukturen für eine eigene Eliteeinheit aufgebaut, die nach dem Vorbild amerikanischer Navy Seals oder britischer SAS-Kämpfer ausgebildet wurde. Deutschland, Österreich, Spanien, Frankreich und Belgien seien die einzigen westlichen Staaten, bei denen mehrere Geheimdienste unabhängig voneinander Hinweise auf das Vorliegen dieser EMNI-Strukturen gefunden hätten.

Davor seien solche Netzwerke im Libanon, in Tunesien, Bangladesch und Malaysia aufgebaut worden. In den USA gibt es erstaunlicherweise keine straffen EMNI-Zellen mit Spezialeinheiten und eigenem Geheimdienst. Dort verfolgt der IS nach Angaben aus westlichen Geheimdienstkreisen eine völlig andere Strategie, weil Waffen dort leicht zugänglich sind und es zum Aufbau von stark bewaffneten Gruppen keiner operativen Aktivitäten im Hintergrund bedarf.

Für Deutschland und zunehmend auch für Österreich erwartet man in den nächsten Monaten mehrere Autobombenanschläge, Geiselnahmen und Massaker bei Großveranstaltungen wie Volksfesten und frei zugänglichen Konzerten. Besonders erschüttert habe Sicherheitskreise eine aufgezeichnete Kommunikation, bei der über Pläne gesprochen wurde, im deutschsprachigen Raum Beerdigungen und Trauerfeiern auf christlichen Friedhöfen anzugreifen und dort »symbolische Massaker« zu veranstalten.

Wie auch die als »Probeläufe« gewerteten Tötungen von Priestern in Frankreich, Großbritannien und Belgien der vergangenen Wochen sollen solche Massaker von Kämpfern der IS-Zellen an christlichen Orten (wie Kirchen und Friedhöfen) aufgezeichnet und anschließend im Internet verbreitet werden.

Gegen diese Art des Terrors, so die Sicherheitskreise, sei die deutsche Bundesregierung völlig hilflos und lasse für solche Lagen auch keine Einsatzpläne erarbeiten, obwohl diese Erkenntnisse schon seit mehreren Wochen vorliegen. Die Bundeskanzlerin sei weiterhin nicht bereit, die Willkommenskultur aufzugeben.

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