Borussia Dortmund: Bombenanschlag auf Mannschaftsbus

Islamistischer Terrorverdächtiger festgenommen

Die Bundesanwaltschaft hat noch am 11. April 2017 die Ermittlungen wegen des Anschlages auf den Mannschaftsbus des Fußballvereins Borussia Dortmund übernommen.

11.4.2017  – Im Vorfeld der Champions-League Begegnung des BVB gegen den AS Monaco hat es am dienstagabend um kurz nach 19 Uhr eine Explosion in der Nähe des BVB Mannschaftsbusses gegeben.

Laut Staatsanwältin Sandra Lücke soll in Tatortnähe ein Schreiben gefunden worden sein. Zum Inhalt könne man aus ermittlungstaktischen Gründen nicht mehr sagen. Die Echtheit dieses Schreibens werde geprüft.

Das Viertelfinal-Hinspiel der UEFA Champions League zwischen Borussia Dortmund und AS Monaco, das um 20.45 Uhr im Signal Iduna Park angepfiffen werden sollte, fand deshalb heute nicht statt und wird am Mittwoch nachgeholt.

Auf dem Weg vom Mannschaftshotel zum Stadion kam es zu dem Vorfall mit dem Mannschaftsbus. Die Polizei teilte mit: „Im Bereich Dortmund-Höchsten hat es eine Explosion gegeben.“

Nach jetzigem Kenntnisstand sind die Scheiben des Busses (ganz oder teilweise) geborsten und eine Person wurde verletzt. Es handelt sich um BVB-Profi Marc Bartra (26)., er wurde an der Hand verletzt und in ein Krankenhaus gebracht.

Um was es sich bei der Explosion in der Wittbräucker Straße / Schirrmannweg in Dortmund-Höchsten genau gehandelt hat, kann derzeit noch nicht gesagt werden.

Nach ersten Erkenntnissen geht die Polizei von einem Angriff mit ernst zu nehmenden Sprengsätzen aus. Die Sprengsätze könnten in einer Hecke in der Nähe eines Parkplatzes versteckt gewesen sein. Die Polizei sucht auch mit einer Drohne nach weiteren Sprengsätzen.

Als Nachholtermin wurde der morgige Mittwoch, 12. April, festgelegt. Anstoß ist um 18.45 Uhr.

Borussia Dortmund teilt mit, daß die Tickets für den Nachholtermin Gültigkeit behalten. Dementsprechend bittet der Verein alle Inhaber von Tageskarten, diese aufzubewahren!

Update 12.4.2017 – Der weitere verdächtiger Gegenstand der in Tatortnähe gefunden wurde, entpuppte sich bei genauerer Untersuchung als Unrat.

Bei den Detonationen erlitt auch ein Polizeibeamter ein Knalltrauma und einen Schock. Er ist derzeit nicht mehr dienstfähig. Der Beamte auf seinem Motorrad war für die Begleitung des Busses zum Stadion eingesetzt. Zum Zeitpunkt der Explosionen befand er sich vor dem Mannschaftsbus.

Auf Grund des derzeit laufenden Polizeieinsatzes hat die Polizei ein Bürgertelefon für Fragen rund um das Einsatzgeschehen eingerichtet. Sie ist unter der Hotline 0231/132-5555 zu erreichen.

Bekennerschreiben eingegangen

Unterdessen wurden weitere Einzelheiten bekannt:  Die Sprengsätze waren mit Metallstiften bestückt. Ein Metallstift hatte sich in die Kopfstütze eines Bussitzes gebohrt. Die Sprengsätze hatten eine Sprengwirkung von mehr als 100 Metern. Die Frage nach dem Zündmechanismus und der Art des verwendeten Sprengstoffes ist derzeit Gegenstand der kriminaltechnischen Untersuchungen.

Aufgrund der Tatmodalitäten ist von einem terroristischen Hintergrund des Anschlags auszugehen. Die Bundesanwaltschaft hat deshalb die Ermittlungen übernommen. Die genaue Motivlage des Anschlags ist gegenwärtig noch unklar.

Am Anschlagsort wurden drei textgleiche Bekennerschreiben gefunden. Danach scheint ein islamitischer Hintergrund der Tat möglich. Unter anderem wird in den Schreiben der Abzug von Tornados aus Syrien und die Schließung der „Ramstein Air Base“ gefordert. Die Bekennung wird derzeit insbesondere unter islamwissenschaftlichen Gesichtspunkten untersucht. Eine abschließende Bewertung ist daher zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht möglich.

Im Internet wurde zwischenzeitlich auf der Seite „linksunten.indymedia.org“ eine weitere Bekennung veröffentlicht. Darin wird ein linksextremistischer Hintergrund des Anschlags behauptet. Nach einer ersten Bewertung bestehen erhebliche Zweifel an der Echtheit dieser Bekennung.

Im Zuge der bisherigen Ermittlungen sind zwei Verdächtige aus dem islamistischen Spektrum in den Fokus der Strafverfolgung gerückt. Bei beiden Beschuldigten wurden die Wohnungen durchsucht. Einer der beiden wurde vorläufig festgenommen. Es wird jetzt geprüft, ob gegen ihn Haftbefehl beantragt wird.

Bei den Verdächtigen handelt es sich um einen Iraker aus Wuppertal sowie einen Deutschen aus Fröndenberg.

Das angebliche islamistische Bekennerschreiben
Das Schreiben im Wortlaut:
„Im Namen Allahs, des Gnädigen, des Barmberzigen 12
ungläubige würden von unseren Gesegneten Brüder in Deutschland getötet. Aber
anscheinend scherst du dich Merkel nicht um deinen kleinen dreckigen Untertanen.
Deine Tornados fliegen immer noch über dem Boden des Kalifats, um Muslime zu
Ermorden. Jedoch wir bleiben standhaft durch die Gnade Allahs. Ab sofort stehen
alle ungläubigen Schauspieler, Sänger, Sportler und Sämtliche: prominente in
Deutschland und anderen Kreuzfahrer-Nationen auf Todesliste des Islamischen
Staates.
Und das solange die folgenden Forderungen nicht erfüllt werden:
– Tornados aus Syrien abziehen.
– RamsteinAir Base muss geschlossen werden.“

Zweites Bekennerschreiben angeblich von „Nazis“ der Antifa untergeschoben
Das linksextreme Infoportal Indymediabehauptet, folgende Falschmeldung sei von Nazis auf Indymedia gepostet worden:
„Wir haben heute den Bus des BVB mit eigens hierfür angefertigten Sprengsätzen attackiert. Der Bus ist hierbei ein Symbol für die Politik des BVB, die sich nicht genügend gegen Rassist_innen, Nazi_innen und Rechtspopulist_innen einsetzt. Im Gegenteil dürfen seit Jahren auch Mensch_innen mit einer menschenverachtenden Gesinnung ins Stadion, anstatt lokale Antifaschist_innen zu Rate zu ziehen, um solches Gedankengut aus dem Stadion zu verbannen.  Der Bus war hierbei nur ein Symbol und keinesfalls waren die Spieler_innen Ziel dieser symbolischen Tat, jedoch auch sie taten in der Vergangenheit zu wenig für eine antifaschistische Stadionszene.  Kein Fußbreit den Faschist_innen! Antifa heißt Angriff! Deutschland verrecke!“
Bemerkenswert: Das linksextreme Hass- und Hetzmedium Indymedia unterstellt PI-NEWS, Verfasser des als „Fake“ dargestellten Beitrages zu sein.

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