Dürftige Rentenerhöhung

Renten steigen zum 1. Juli, fallen aber wesentlich dürftiger aus, als die großzügigen Diätenerhöhungen der Bundestagsabgeordneten.

Die Bundesregierung verkündet wieder einmal die den Rentnern für ihre Lebensleistung zustehende Rentanpassung als Wohltat ihrer Politik.
Nach wie vor besteht aber ein erhebliches Defizit gegenüber den Wohltaten, mit der sich die Politische Klasse selbst die Taschen füllt.

So sieht es diese Bundesregierung:
Zum 1. Juli 2017 steigen für die über 20 Millionen Rentnerinnen und Rentner in Deutschland die Altersbezüge: In den neuen Bundesländern um 3,59 Prozent, in den alten Bundesländern um 1,9 Prozent.

Nachdem die Rentnerinnen und Rentner im letzten Jahr von der höchsten Steigerung seit 23 Jahren profitieren konnten, werden die Rentenbezüge nun erneut angehoben.

Die umlagefinanzierte Rente ist und bleibt die zentrale Säule des Alterssicherungssystems – gerade in Zeiten niedriger Zinsen.

Die Renten folgen den Löhnen. Gute Löhne und ein hoher Beschäftigungsstand sorgen weiter für eine stabile Finanzlage der gesetzlichen Rentenversicherung. Im Alter profitieren diejenigen, die zuvor die gesetzliche Rente erarbeitet und mit ihren Beiträgen getragen haben.

In dieser Legislaturperiode hat die Bundesregierung beim Thema Rente wesentliche Verbesserungen beschlossen: Mütterrente, Rente mit 63 für besonders langjährig Versicherte, Verbesserungen der Erwerbsminderungsrente, höheres Budget für Rehabilitationsleistungen. Das waren die Bestandteile des Rentenpakets 2014.

Ab 2017 gilt das Gesetz zur Flexirente. So lässt sich der Übergang aus dem Erwerbsleben in den Ruhestand flexibler gestalten.

Der Entwurf des Rentenüberleitungs-Abschlussgesetzes sieht vor, ab dem 1. Juli 2018 den aktuellen Rentenwert (Ost) an den Rentenwert in den alten Ländern in sieben Schritten anzugleichen. Ab 1. Juli 2024 wird dann ein einheitlicher Rentenwert in Deutschland gelten. Zudem wurden Verbesserungen bei der Betriebsrente und nochmals Besserstellungen für Erwerbsgeminderte auf den Weg gebracht. Die Gesetze werden derzeit im Bundestag beraten.

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