Leverkusen: AfD Direktkandidat Winfried Kranz auf Abwegen

In der langjährigen PRO NRW Hochburg Leverkusen führt die tiefzerstrittene AfD derzeit nur einen sehr lauen Landtagswahlkampf.

Eine nennenswerte Öffentlichkeitsarbeit hat dort bislang jedenfalls nicht stattgefunden. Der nicht sonderlich umtriebige 63jährige Vorruheständler und AfD-Direktkandidat für Leverkusen Kranz versucht offensichtlich diese Passivität der AfD damit zu erklären, dass man sich vor einer rechten Unterwanderung fürchte und daher kaum neue Mitglieder aufnehmen könne.

Er beschreibt seinen Kreisverband als besonders klein und mitgliederschwach. Insbesondere ehemalige Mitglieder aus den PRO-Parteien würden minutiös herausgesiebt. Unterstützer, Mitglieder und Wähler von PRO NRW und anderen freiheitlichen Parteien könnten niemals Mitglieder in der vermeintlichen Alternative für Deutschland werden.

Eine Begründung hierfür lieferte der farblose Ruheständler nicht. Er äußerte lediglich, dass man jeden neuen Mitgliedsantrag penibel durchleuchte, damit jedes potentielle Mitglied mit einem politisch unkorrekten Vorlauf jenseits der Altparteien herausgefiltert werden kann. Unter der geringen Mitgliederstärke des örtlichen Verbandes muss dann halt die Öffentlichkeitsarbeit der Partei leiden. In anderen Städten wie in Köln nimmt man es offensichtlich bei der Überprüfung des Vorlaufes der Mitglieder nicht ganz so genau.

Die AfD hat bekanntlich nur ganz wenige Frauen auf ihrer Landesliste für die Landtagswahl am 14. Mai platziert. Erst auf Platz 10 findet sich mit Iris Dworeck-Danielowski eine Frau, die in den Landtag von Düsseldorf einziehen will. Damit Iris Dworeck-Danielowski überhaupt für die AfD kandidieren konnte, musste sie mehrfach ihre politischen Ansichten wechseln. Frau Dworeck-Danielowski hatte einst ihre politische Heimat in der PDS, so hieß die Linkspartei damals im Westen, eine Zeitlang war sie auch bei einem links-grünen Jugendverband aktiv. 2014 startete sie dann in der Kölner AfD durch. Nun wurde enthüllt, dass die ehemalige Aktivistin der Linkspartei und heutige AfD-Landtagskandidatin auf der Internetseite Kaufmich.com, auf der Frauen sexuelle Dienste gegen Geld anbieten, sich unter den Namen „bigbottomblondy“ angeboten hat. Es wird zu prüfen sein, ob die angehende Landtagsabgeordnete die Einnahmen aus ihrer Prostitutionstätigkeit auch ordnungsgemäß im Rahmen einer freiberuflichen Tätigkeit in der Einkommenssteuererklärung angegeben hat.
Ehemalige Linksextremisten können also problemlos bei der AfD mitmischen, Patrioten werden jedenfalls in Leverkusen offensichtlich ausgegrenzt.

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