Ein Dutzend IS-Kämpfer aus Baden-Württemberg im Kampf getötet

Etwa ein Dutzend Personen aus Baden-Württemberg, die sich im Irak und Syrien dem Islamischen Staat (IS) und anderen terroristischen Gruppierungen angeschlossen haben, sind dort bislang bei Kampfhandlungen oder Selbstmordattentaten ums Leben gekommen.

Das geht aus der Beantwortung einer Kleinen Anfrage des AfD-Landtagsabgeordneten Lars Patrick Berg (Wahlkreis Tuttlingen-Donaueschingen) durch die baden-württembergische Landesregierung hervor. Zu den genauen Todesumständen lägen den Sicherheitsbehörden allerdings keine Informationen vor. Insgesamt sind den Sicherheitsbehörden rund 50 Islamisten aus Baden-Württemberg bekannt, die seit 2011 in Richtung Syrien oder Irak ausgereist sind. Bei der Mehrzahl dieser Personen handelt es sich um Männer, etwa ein Dutzend sind Frauen. Rund 50 Prozent von ihnen haben die deutsche Staatsangehörigkeit.

Die Beantwortung einer weiteren Kleinen Anfrage Bergs brachte zudem die Erkenntnis, dass den Sicherheitsbehörden auch Hinweise zu einer niedrigen zweistelligen Zahl an Personen aus Baden-Württemberg vorliegen, die in Richtung Syrien oder Irak ausgereist sind, um sich dort dem Kampf gegen islamistische Gruppierungen anzuschließen. Sie haben großteils einen Migrationshintergrund, der überwiegende Teil besitzt zudem die türkische Staatsangehörigkeit. Zu einer niedrigen einstelligen Anzahl dieser Personen liegen den Sicherheitsbehörden ebenfalls Hinweise vor, dass sie seither dort ums Leben gekommen sind, so die Landesregierung in ihrer Antwort weiter.

Lars Patrick Berg, innenpolitischer Sprecher der AfD-Landtagsfraktion, kommentiert die gewonnenen Erkenntnisse wie folgt: „Es ist positiv zu vermerken, dass die Zahl der islamistisch motivierten Ausreisen seit etwa einem Jahr nicht weiter angestiegen ist – obwohl sich die Zahl auf Bundesebene zwischenzeitlich noch einmal erhöht hat. Zwar ist jeder Islamist, der sich nicht mehr auf deutschem Boden befindet, für uns auf den ersten Blick keine Gefahr mehr. Diese Perspektive relativiert sich allerdings, wenn man sich vor Augen führt, dass kampferprobte Rückkehrer ein noch viel größeres Risiko darstellen und auch die Flüchtlingsproblematik im Nahen Osten durch das terroristische Wirken dieser Personen dort zusätzlich verschärft wird.

Vor diesem Hintergrund sei es wichtig, salafistische Gruppierungen, die oftmals als Einstiegspunkt für einen terroristischen Werdegang fungieren, weiterhin aufmerksam zu beobachten, so Berg. Daher rühre auch eine weitere Kleine Anfrage, die sich mit dem mutmaßlichen Nachfolger der berüchtigten „Lies!“-Koranverteilungen befasste. Für Verteilaktionen unter dem Motto „We Love Muhammad“, wie sie in einigen anderen Bundesländern sowie der Schweiz bereits seit einigen Monaten stattfinden, liegen der Landesregierung bislang aber keine belastbaren Erkenntnisse vor.

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