Querelen in der AfD: Ist es so schwierig, gelegentlich einfach mal den Mund zu halten?

In der AfD wird hart gekämpft

Das ist eine Frage an so manche AfD-Funktionäre. Können sie nicht endlich begreifen, dass Mitglieder, Wähler und mögliche Wähler einfach die Nase voll haben von internen Querelen? Dass diese laut Wahlforschung besonders in der Zeit von Wahlkämpfen und kurz davor einer Partei schaden? Dass Parteien Meinungsbildungs-Gemeinschaften sind, aber eben auch – und das besonders in Vorwahlkampf- und Wahlkampfzeiten – ,Kampfgemeinschaften‘? Dass dann eben persönliche Befindlichkeiten und Ambitionen zurückstehen müssen und es auf die gemeinsame, solidarische Anstrengung ankommt, mit aller Kraft das bestmögliche Ergebnis zu erzielen?

[von Peter Wörmer] Dass manche Menschen enttäuscht sind, den erstrebten Kandidatenplatz oder die erstrebte Funktion in der Fraktion nicht erreicht zu haben, und dies vielleicht sogar als Folge unfairer Kungelei, ist natürlich verständlich. Leicht kann man dann seinen Frust in Medien abreagieren, indem man sich von angeblichen allzu rechten Strömungen in der Partei distanziert. Sich als edler Kämpfer für ,weniger rechts‘ aufzuspielen, tatsächlich aber ganz konkrete persönliche Ambitionen zu verfolgen oder ganz persönliche Ressentiments abzureagieren, haben in der AfD schon so manche praktiziert, angefangen von Parteimitgründer Lucke. Das ist geradezu eine Art schlechter Parteitradition. Eigentlich kann man da nur noch gähnen. Aber Medien, die darauf aus sind, die AfD als unappetitlich darzustellen, greifen dergleichen natürlich allzu gern auf.

Früher war die Meinung von Herrn X den Medien völlig egal. Er konnte nicht einmal davon träumen, mit seiner Meinung irgendwo in der Zeitung zitiert zu werden, womöglich gar mit Namen in der Überschrift. Und nun die große Chance als edler Kämpfer gegen Rechts! Da fühlt man sich doch gleich ganz anders! Man genießt den Bühnenauftritt. Dass man instrumentalisiert wird, um die AfD zu diffamieren, sieht man lieber gar nicht. So viele Leute haben ein Brett vorm Kopf. Warum man selbst nicht auch.

Manche wollen jetzt schon Weichen für die Machtverteilung in der Fraktion oder für die Wahl des nächsten Bundesvorstands stellen. Kann man sich nicht erst einmal nur darauf konzentrieren, den Bären zu erlegen, bevor man um das Fell feilscht, darauf konzentrieren, ein Ziel mit aller Kraft bestmöglich zu erreichen, ohne schon ablenkend auf das nächste zu schielen? Partei-Covorsitzender Meuthen wirkt besonnen und verständig. Welche Tarantel hat ihn gestochen, dass er jetzt medienwirksam verkündet, für den Covorsitz mit Frauke Petry im Dezember nicht zur Verfügung zu stehen?? September kommt immer noch gemäß Kalender vor Dezember. Sogar die unmoralischen Moralisten der Grünen haben noch nicht verlangt, den Kalender zu ändern, weil schon Hitler und Kumpane ihn benutzt haben. (Manche Wörter ,darf‘ man ja deshalb nicht mehr benutzen.)

Eigentlich gibt es doch in der AfD so etwas wie Lernvermögen, eine Lernkurve. Und eben das sollte uns zuversichtlich stimmen!

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