Störfaktor Deutschland-Kurier

„Der Deutschland-Kurier ist eine seit Mitte Juli 2017 in einigen Stadtteilen Berlins, Dresdens und Münchens wöchentlich verteilte, politisch rechtsgerichtete Gratiszeitung“, behauptet das Neutralität vorspiegelnde, tatsächlich aber linksaffine Vorfeldportal Wikipedia.

Die „Autoren“ von Wikipedia dazu weiter: „Erstmals wurde der Deutschland-Kurier in Berlin am 12. und 13. Juli 2017 in zwei Etappen mit einer Gesamtauflage von 600.000 Stück kostenlos verteilt. Die zweite Ausgabe wurde laut Eigenangabe der Chefredakteurs am 19. Juli 2017 in vier Berliner Stadtbezirken im früheren Ostteil der Stadt in die Briefkästen gesteckt.“
Dann das linke Lamento: „Redakteuren von Jungle World, Vice und dem ARD-Hauptstadtstudio war es allerdings nicht gelungen, eine Druckausgabe der Zeitschrift zu erhalten. Eine solche wurde vom Chefredakteur der Wochenzeitung auch nicht zur Verfügung gestellt“.
Dann: „Am 26. Juli erschien die 3. Ausgabe (zumindest online) in gewohnter Machart“.
Wikipedia weiß dazu auch: „Zuvor wurde bereits die Flugschrift Extrablatt als Wahlkampfhilfe für die AfD kostenlos verteilt, die auch vom Verein zur Erhaltung der Rechtsstaatlichkeit und bürgerlichen Freiheiten herausgegeben wurde. Dessen Vorsitzender und Sprecher David Bendels zeichnet auch als Chefredakteur
für den Deutschland-Kurier verantwortlich. Der Deutschland-Kurier soll im Gegensatz zum Extrablatt später auch als reguläre Wochenzeitung im Handel gekauft und abonniert werden können“.

Aufsehen erregt offenbar nicht nur bei Wikipedia, daß Gestaltung, Grafik und Satz des Deutschland-Kurier „wie auch schon beim Vorgänger Extrablatt“ von der Schweizer Goal AG des PR-Beraters Alexander Segert, konzipiert wurde, die auch für die Wahlwerbung der Schweizerischen Volkspartei gearbeitet hat.

Flugs wachsen natürlich die Spekulationen nach möglichen Verbindungen und Geldgebern aus dem Boden.
Was unter linken Redakteuren, die sich zu nicht geringen Teilen abhängig vom Brotkorb linker und scheinliberaler Verleger gemacht haben, natürlich nur auffällt, wenn es sich nicht um linke Träger handelt.
Schließlich hatte man bislang das Monopol im deutschen Medienkartell und konnte damit jede Stammtischhoheit für sich in Anspruch nehmen.
Klar, daß versucht wird, dann auch persönlich zu werden und in bekannter Manier zu diskreditieren.
Bekannte Personen, wie die aus der CDU ausgetretene Bundestagsabgeordnete Erika Steinbach, der frühere Chefredakteur der der Bild-Zeitung Peter Bartels, den ehemaligen FAZ-Redakteur Konrad Adam, Maximilian Krah), Guido Reil und Bruno Bandulet, sowie die die FPÖ-Nationalratsabgeordnete und ehemalige FPÖ-Präsidentschaftskandidatin Barbara Rosenkranz treten als Kolumnisten oder Mitarbeiter im Deutschland-Kurier auf.
Die Zeit sprach von einer „Redaktion der Ehemaligen“.

Linke Häme
Und natürlich gibt es die übliche Häme: Die Qualität der Zeitung soll sich laut Meedia auf dem Niveau rechter Kneipen-Stammtischdiskussionen und noch darunter bewegen., laut welt.de soll die Zeitung unter die Kategorie „rechtsnationaler Extrem-Boulevard“ fallen und die Schlagzeilen denen der Satire-Zeitschrift Titanic ähneln, aber ernst gemeint sein. Die Schweizer Zeitung NZZ am Sonntag als „Bild für Afd-Wähler“, die Wirtschaftswoche als „Mischung aus Breitbart und Bild“.
Der Medienwissenschaftler Lutz Frühbrodt meint laut Wikipedia, „dass der Wochenzeitung auch eine gewisse Nähe zur rechtskonservativen Denkfabrik Studienzentrum Weikersheim unterstellt werde“. Er glaube, dass mit dem Deutschland-Kurier ältere Wähler für die AfD erschlossen und gebunden werden sollen, die „nicht ganz so internetaffin“ seien.
Und auch die Satirezeitschrift Titanic darf nicht fehlen: Sie bewertete den Deutschland-Kurier als „Bild von rechts“ und veröffentlichte eine Satire dazu.[
Das linke Webportal Correctiv will laut Wikipedia nachgewiesen haben, dass angebliche Fakten in der ersten Ausgabe des Deutschland-Kuriers unzutreffend gewesen seien und die Redakteure von Jungle World und Vice bezeichneten den Deutschland-Kurier als „Propaganda“, Lobbycontrol als „Stimmungsmache für die AfD“.
Das Logo des Deutschland-Kuriers soll dem des „Berliner Kurier“ ähneln. Dessen Verlag, der Berliner Verlag, der zur DuMont Mediengruppe gehöre, habe deswegen rechtliche Schritte angekündigt und mit dem Rechtsstreit befasse sich das Landgericht Köln, meint Wikipedia dazu.

Kein Wunder, daß angesichts des verheerenden Vertrauensverlustes, den alle Vertreter des bundesdeutschen Meinungskartells infolge ihrer inzwischen entlarvten Tendenzberichterstattung zur Stützung der mit ihnen eng verbandelten Politischen Klasse hinnehmen müssen, wegen der zusätzlichen Konkurrenz „im Viereck springen“ und versuchen, zu retten, was im Zeitalter neuer und (noch) freier Medien nicht mehr zu retten ist.

David Bendels, Chefredakteur des Deutschland-Kurier, begründet das Engagement seiner Redaktion für die Leser dagegen einfach so:
„Sie haben die Nase voll vom Einheitsbrei, der Ihnen von den Mainstream-Medien vorgesetzt wird? Sie wollen Nachrichten lesen, die nicht »gefärbt« sind? Sie wollen Einblicke in Themen gewinnen, die normalerweise totgeschwiegen oder nur am Rande berührt werden? Sie wollen Meinungen lesen, die unabhängig und unkonventionell sind? Dann sind Sie mit dem Deutschland-Kurier bestens bedient.
Für den Deutschland-Kurier schreiben namenhafte deutsche und internationale Autoren. Unsere erfahrenen Redakteure nehmen den Linksrutsch der Medienlandschaft und das Denk- und Schreibdiktat der Political Correctness nicht mehr länger hin.
Der Deutschland-Kurier sagt das, was bislang von Mainstream-Medien totgeschwiegen, einseitig oder verspätet dargestellt wurde. Der Deutschland-Kurier weiß, welche Themen Ihnen unter den Nägeln brennen.
Setzen Sie sich für mehr Meinungsfreiheit in Deutschland ein und werden Sie Abonnent des Deutschland-Kurier. Denn wir sagen, was gesagt werden muss – unabhängig und unkonventionell!“

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