Zensur durch die Telekom?

Staatliche Zensur in Deutschland raffinierter als in Despotenstaaten?

Parallel zur „Fake-News“-Hype, die alles in Mißkredit bringen soll, was nicht vom systemkonformen Medienkartell geprüft die Bürger wissen dürfen, gibt es Auffälligkeiten im eMail-Verkehr, die den Verdacht auf gut kaschierte Eingriffe lenken.
Zensur ist ihn Deutschland verboten, doch möglicherweise gibt es „technische Gründe“, die schließlich zum selben Ergebnis führen.
Schließlich ist nicht unbekannt, daß nicht nur die NSA jede Kommunikation überwacht, sondern auch deutsche „Sicherheitsdienste“, die nun einmal Sonderbestimmungen unterliegen, alles mitsehen und mithören können – und schließlich sind ihre Dienstvorgesetzten die keinesfalls parteilosen Innenminister von Bund und Ländern.
Unterdessen gibt es ja auch die staatlich geförderte Amadeu-Antonio-Stiftung, deren Gründerin und Vorsitzende eine Ex-Stasi-Agentin namens Anetta Kahane ist und die laut Bundesjustizminister Heiko Maas das Internet auf unliebsame Berichte, regierungskonform „Hass-Botschaften“ genannt, überwachen soll.
Dem Mißbrauch ist also Tür und Tor geöffnet.
Da werden beispielsweise regelmäßig die Aussendungen der „Hintergründe„, ein kritisches Informationsportal, das seit den 90er Jahren bis zum Juni 2016 hinein problemlos funktioniert hat, wegen angeblichen vorliegenden Hinweisen „von Sicherheitsexperten“ unterbunden.
Die stereotype Begründung in bislang 14 derartigen Vorfällen: Es habe „mindestens ein Rechner Spam-Mails versendet“.
Klar, daß damit damit die Lust auf weitere Aktivitäten ausgebremst und nach anderen Lösungen gesucht wird, immerhin gingen die eMails direkt an bis zu 15.000 Adressen und auch klar, daß deren Weiterverbreitung nicht überall auf große Gegenliebe stößt.
Dazu paßt, daß man auf Nachfrage bei der Telekom keine genaue Auskunft erhält.
Angeblich gibt es Beschwerden, man kann aber die behaupteten Beschwerdeführer nicht feststellen.
Fabulös wird auf telefonische Nachfrage auf andere Provider verwiesen, die strengere Maßstäbe anlegen würden.
Der Verdacht wird von der Telekom zudem auf „eine eventuelle missbräuchliche Nutzung Ihres Zugangs“ gelenkt, so „dass der Versand von E-Mails über Programme wie Microsoft Outlook oder Mozilla Thunderbird nicht mehr möglich ist.“
Warum ausgerechnet diese und nicht auch T-Online?
Verlangt wird dann die Errichtung neuer Paßwörter und selbstverständlich auch eine Prüfung auf Viren, bevor wieder frei geschaltet wird.
In keinem Fall wurde dabei ein Fremdeingriff festgestellt, schließlich wird der PC von einem bezahlten Virenschutzprogramm permanent überwacht.
Das Fatale: der gesamte eMail-Versand über den gewohnten Verteiler wird oft über Tage unterbunden.
Seltsamer Weise betrifft es aber nicht den Empfang und ein Versand über das umständlich zu bedienenden T-Online ginge aber nach wie vor, hieß es dazu.
Daß sich daraus Konsequenzen ergeben hat, dürfte spätestens dann nachvollziehbar sein, wenn über mehr als eine Woche nichts mehr geht.

Kein Einzelfall?
Daß solches offenbar kein zufälliger Einzelfall im Vorfeld der Bundestagswahl zu sein scheint, sondern in jüngster Zeit mehrere Varianten solcher Störungen des eMail-Verkehrs gibt, zeigt ein Vorgang, den der Diplom-Chemiker Dr. rer. nat. Hans Penner aus Linkenheim-Hochstetten öffentlich gemacht hat.
Er beschreibt in mehreren eMails die Probleme, die ihm beim Versand von seiner ebenfalls regierungskritischen Informationen gemacht werden.
So schrieb er nun an Walter Goldenits, Geschäftsführer Technologie der Telekom Deutschland in Bonn, daß er am 02.08.2017 an Herrn Kauder (MdB) einen sachlichen regierungskritischen Offenen Brief (siehe http://www.fachinfo.eu/kauder.pdf) geschickt habe, „welcher der Zensur der Telekom zum Opfer fiel. Der größte Teil der versendeten Kopien wurde beantwortet mit „Der Mailversand zum folgenden Empfänger ist endgültig gescheitert: …Message considered as spam„. Mein Schreiben enthielt weder Schrott noch Werbung.“
Der Inhalt des Schreibens behandelte die katastrophale Energiepolitik der Bundeskanzlerin und erwähnte die Mitteilung einer Verbraucherzentrale, daß 600.000 Haushalte ihre Stromrechnung nicht mehr bezahlen konnten.
Dr. Penner: „Ich erhielt auch von jemandem die Mitteilung, daß die Telekom Emails mit folgenden Betreffzeilen blockierte:

– ANK (Anonymous Kollektiv)
– KOPP Verlag News
– Angst vor Islam
– SCHELMISCHER Beitrag zum LUTHERJAHR 2017
– Abschiebung dreier Asylbewerber kostet 125.000 €
– Kosten in Milliardenhöhe für Asylantengebisse
– Terror

Sowie Mails zum Thema:

– EKD und Homogamie
– Klimawandel“

Er berichtet, daß es schon das zweite Mal gewesen sei, daß die Telekom seine Emails blockierte: „Es drängt sich der Verdacht auf, daß die Telekom mit Frau Dr. Merkel in der Überwachung von Email-Korrespondenzen zusammenarbeitet.“
Dr. Penner betont, daß es ihm um die Erhaltung der Rechtsstaatlichkeit gehe, für die er als Bürger mitverantwortlich sei.
Immerhin: Von der Telekom antwortete ihm eine Frau Clara Mayer „mit freundlichen Grüßen„, man könne „anhand der übermittelten Informationen keine Fehlklassifizierung feststellen. Die zurückgewiesene E-Mail erfüllt alle Prüfkriterien für eine Nichtannahme durch das System zum Schutz unserer Plattform. Da das System jede E-Mail einzeln behandelt bedeutet dies aber gleichzeitig, dass andere E-Mails nicht davon betroffen sind. Unter https://email.t-online.de/pr?a=inboxsettings.spamprotection kann der Empfänger die Einstellungen zum Spamschutz beim ‚t-online.de‘- Postfach vornehmen.
Die für solche Schreiben bekannte Absendeadresse: fpr@rx.t-online.de.
Die Telekom schiebt also hier den Vorgang, wie im Fall der „Hintergründe“, die Verantwortung auf anonyme Mailempfänger, die angeblich bei ihr den „Spamschutz“ in Anspruch genommen hätten.
Zu Recht beklagt Dr. Penner in einer Replik an die Unterzeichnerin:
Obwohl ich kein Kunde von Telekom bin, haben Sie den Versand von Kopien meines Offenen Briefes an Herrn Kauder (MdB), siehe http://www.fachinfo.eu/kauder.pdf sowie http://www.fachinfo.eu/goldenits.pdf, blockiert. Sie teilen mir den Grund der Blockade nicht mit. Damit ist der Verdacht auf Zensur nicht ausgeräumt. Es ist absurd zu behaupten, ich hätte mit meinem Offenen Brief an einen Bundestagsabgeordneten Ihre „Plattform“ gefährdet.
Der Verdacht dürfte berechtigt sein, da der Bundestag am 27.04.2017 eine „Deep Packet Inspection“ erlaubt hat und mein Offener Brief die katastrophale Energiepolitik der Bundeskanzlerin kritisiert.


Brisant

Der Fall wird spätestens jetzt brisant, denn Dr. Penner gibt an, „kein Kunde“ der Telekom zu sein – trotzdem blockiert die Telekom offensichtlich ausgesuchte eMails, die den Angaben der Telekom-Mitarbeiterin zufolge wohl an Telekom-Adressen gerichtet wurden. Die eMail an das bei T-Online registrierte Postfach des Autors dieses Artikels ging aber durch – woher wüßte er sonst von dem Vorgang?

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