Petrys Eine-Frau-Schau

Seit Monaten gab es Gerüchte über Geheimgespräche mit der CDU – und sogar über einen Besuch im Kanzleramt.

So berichtet Geolitico.
Daß Frauke Petry eine extreme Neigung zur Selbstdarstellung hat, wurde schon bei ihrem auftreten gegen eden auf ihr Betreiben geschaßten Vorgänger im Amt, Bernd Lucke, deutlich sichtbar.
Letzterer hatte zwar ähnliche Neigungen, doch die frech auftretende Petry war ihm in dieser Eigenschaft deutlich überlegen und es kam zur Spaltung der Partei.
Von einem den Hofstaat verachtende Königin ist jetzt die Rede: „Statt bei Mann und Kindern war sie immerzu auf Achse. Jeden Abend gab sie die Frauke-Show in einem anderen Kreisverband, auf einer x-beliebigen Provinzbühne…. Sie war jetzt Königin, süchtig nach Glamour, den sie auf dem Bundespresseball und in der „Bunte“ suchte, in der Gegenwart von Marine Le Pen und Geerd Wilders. Sie jettete nach Israel, Österreich und Russland. Sie wollte es allen beweisen: Eine Frauke Petry kann mehr als mit einer Firma pleite gehen, sie kann zugleich erfolgreich und glücklich sein. Sie kann Liebe und Macht unter einen Hut bringen“, schreibt Geolitico und liegt mit dieser Einschätzung sicher nicht allzu weit daneben.
Doch sie verschätzte sich im Umgang mit ihren Mitstreitern, die sie nur von oben herab behandelt hat und gerierte sich als Sauberfrau, die sich dazu befähigt sehr, anderen Kollegen für ihre genauso wenig politisch korrekten Aussagen Verweise bis zu Ausschlußverfahren anzuhängen, wie sie es mit ihren eigenen umstrittenen und vollmundigen Sprüchen an den Tag gelegt hat. Man erinnere sich nur an den „Schußwaffengebrauch an der Grenze“.
Nein, sie sich für zu schlau und alle anderen für zu dumm gehalten und den Bogen überspannt.
So geht der Krug eben nur so lange zum Wasser, bis er bricht.
Sie war in der AfD erledigt und sann auf Rache.
So setzte sie sich am 25. September 2017 in der Bundespressekonferen einfach zu Gauland, Weidel und Meuthen, die sie nicht dabei haben wollten und zog zu deren Schaden ganz bewußt die nächste Schau ab. Frech erklärte sie, der soeben gewählten Bundestagsfraktion nicht angehören zu wollen.
Kassieren wird sie trotzdem, denn auch wenn sie damit ihre Wähler getäuscht hat, bleibt sie nicht nur im Bundestag, sondern auch im Landtag.
Ganz überraschend dürfte der Eklat für Gauland, Meuthen und Weidel nicht gekommen sein.
Sie sollen bereits von den vielen heimlichen Gesprächen mit der CDU in Sachsen gewußt haben.
Gerüchten zufolge soll sie sogar im Januar im Kanzleramt gewesen.
Auch Chatprotokolle sollen aufgetaucht sein, die als Hinweise für eine geplante Spaltung der Partei durch Petry gewertet worden sein sollen.
Fast zeitgleich hatte der Linken-Politiker André Schollbach Frauke Petry wegen Meineids angezeigt.
Offenbar gab es ausreichende Gründe, da am 29. August 2017 der Sächsische Landtag Petrys Immunität auf Antrag der Staatsanwaltschaft aufgehoben hat, damit Anklage gegen Petry erhoben werden kann.
Doch nun besitzt Petry auch die Immunität als Bundestagsabgeordnete.
Schon als Kandidatin für den Bundestag stand ihr dieser Schutz zu.
Ob dies mit ein Grund war, den Wählern erst nach ihrer Wahl „reinen Wein einzuschenken“, dürfte ihr Geheimnis bleiben.
Jetzt tritt sie selbstbewußt auch in Talkshows auf und genießt es offensichtlich, daß die Journaille ihre Freude an ihrem Tun für ihre Zwecke ausschlachten können.
Unterdessen hat sie auch ihren Austritt aus der AfD angekündigt, verzögert dies aber noch immer, wohl um möglichst lange die Finger am Parteigeschehen zu halten.
Auch ihr zweiter Ehemann, der nordrhein-westfälischen AfD-Landesvorsitzenden Marcus Pretzell, hat diesen Schritt inzwischen angekündigt.
Erwartet wird nun die Bildung einer neuen Parte à la einer „bundesweiten CSU“.
Wie viele Mitglieder und insbesondere Abgeordnete sie künftig dafür zu sich herüberziehen kann, muß sich allerdings zeigen.
Immerhin sind zur konstituierenden Sitzung am Dienstag alle nach der Abkehr Petrys verbliebenen 93 AfD-Bundestagsabgeordneten erschienen und gehören somit der neuen Fraktion an.
Fest steht jedoch andererseits, daß der neuen Partei in spe sowenig Mittel aus der Parteienfinanzierung zufließen werden, wie dies auch Schicksal der Abspaltung der Lucke-Getreuen aus der AfD ist – die Mittel bleiben vollumfänglich bei er AfD.
Welche Rolle künftig die Alternative Mitte spielen wird, muß sich noch zeigen.
Sie wurde bereits im Juli gegründet.
Sie sieht sich als Gegengewicht zum rechtskonservativen Lager in der AfD und postuliert die „Ablehnung von Personen und jeglichem Gedankengut aus der rechtsextremen Szene“ und kritisiert „allzu rechtslastige Parteifunktionäre“ ähnlich, wie es Petry formuliert.
Ob diese Gruppierung auf den „Petrys-Zug“ aufspringen wird, ist noch unklar.
Immerhin bedauert man diesen Schritt der Bundessprecherin Petry in einer aa href=“http://alternative-mitte.de/pm-26-09-2017.html“ target=“parent“>Presseerklärung und erteilt „allen erfolgten Unterstellungen, sie würde einen Personenkult pflegen oder gar auf eine Parteispaltung hinarbeiten, eine eindeutige Absage“.
Der Gründungsgemeinschaft stehen fünf Sprecher vor, der Bezirksvorsitzende von Mittelfranken, Siegfried Lang; Dirk Driesang, Mitglied im Bundesvorstand; die Bezirksvorsitzende der Oberpfalz, Claudia Marino; der AfD-Kreisvorstand von München West-Mitte, Christian Müller und der stellvertretende Kreisvorsitzende von Kulmbach-Lichtenfels, Markus Dossenbach.

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