* Viersen: Wieder eine junge Frau erstochen

Verwirrende Pressemeldungen: Nordafrikaner, Türke, Bulgare …

Tödlich verlief der Messerangriff auf eine junge Frau in Viersen, die am helllichten Tag in einem Park erstochen wurde.

Die junge Frau wurde ins Krankenhaus gebracht, verstarb aber nach dem Messerangriff. Sie wurde am Montagmittag im Casinogarten, einem Park in der nordrhein-westfälischen Stadt, schwer verletzt.

Weder auf der Facebook-Seite der Polizei Viersen noch sonst im Web sind dazu Pressemitteilungen der Polizei zu finden – wehrt sich aber gegen „Spekulationen in den sozialen Netzwerken“.
Offenbar soll wieder einmal politisch motiviert die Öffentlichkeit dazu kurz und im Unklaren über die drohenden Gefahren gehalten werden.
Einzig ein wenig aussagekräftiges „Video“ von SAT1 [inzwischen entfernt!] prangt auf deren Facebook-Seite.

Die Polizei sucht anderen Meldungen (!) zufolge mit einem Großaufgebot nach dem Täter. Eine Mordkommission sei gebildet, heißt es.

Der wohl nur an ausgewählte Medien gegebene dünn gehaltene Fahndungshinweis beschreibt den mutmaßlichen Täter wie folgt: 1,70 Meter groß, schwarze Kleidung, nordafrikanisches Aussehen, schwarze glänzende Haare.

[Update] Erst um 18:46 gab es die erste Meldung von Polizei und Staatsanwaltschaft im Presseportal:
Am Montag ist es gegen Mittag in Viersen im Casinogarten zu einem Tötungsdelikt gekommen. Die Tat ereignete sich in dem Stadtpark, wo ein Mann eine junge Frau niederstach und danach vom Tatort flüchtete. Nachdem ein Zeuge die Polizei über den Notruf gerufen hatte, wurde die Schwerverletzte durch Rettungskräfte in ein Krankenhaus gebracht. Dort erlag sie nach kurzer Zeit ihren Verletzungen und verstarb. Das Opfer führte keine Ausweispapiere mit und ihre Identität war zunächst unklar. Die bisherigen Ermittlungen führten zur Identifizierung des Opfers. Demnach handelt sich um eine 15-jährige Jugendliche aus Viersen mit rumänischer Herkunft. Im Rahmen der Fahndung nach dem mutmaßlichen Täter entzog sich ein 25-jähriger Mann durch Flucht einer Polizeikontrolle. Der aus der Türkei stammende Mann stellte sich am frühen Abend auf der Polizeiwache in Viersen. Er ist polizeilich bekannt und seine mögliche Tatbeteiligung wird derzeit geprüft. Die Mönchengladbacher Kriminalpolizei hat eine Mordkommission eingerichtet, die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Noch nicht erfasste Zeugen werden gebeten, sich unter der Rufnummer 02161 290 bei der Mordkommission zu melden.

[Update 12.6.20128] Die bisherigen Ermittlungen haben ergeben jedoch, dass der 25-Jährige, der sich gestern Abend auf einer Viersener Polizeiwache gemeldet hatte, als mutmaßlicher Täter ausgeschlossen werden kann. Der Mann hat bei seiner Vernehmung angegeben, sich der polizeilichen Kontrolle entzogen zu haben, weil er Angst hatte, wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz überprüft zu werden.

Mutmaßlicher Täter soll sich gestellt haben
Unterdessen hat sich der mutmaßliche Täter am Mittag auf einer Polizeiwache in Mönchengladbach gestellt. Es handle sich um einen 17-jährigen Jugendlichen, der aus Bulgarien stammt und in Viersen wohnt, heißt es nun. Er erschien mit seiner Rechtsanwältin bei der Polizei. Täter und Opfer waren miteinander bekannt. Der 17-Jährige wurde festgenommen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Mönchengladbach wurde gegen den 17-Jährigen ein Haftbefehl wegen Mordes erlassen und er ging in Untersuchungshaft. Er selber hat sich bislang nicht zu der Tat eingelassen.

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