„Gemetzel“ in Lübeck

14 Verletzte bei Messer-Anschlag durch Iraner (Anm.: mit deutschen Paß) – Auch Kampfmittelräumdienst am Tatort

In Lübeck hat ein Iraner mit einem Messer heute Nachmittag in einem Bus nach aktuellsten Informationen 14 Menschen verletzt – zwei davon schwer. Eine Zeugin spricht von einem „Gemetzel“. Dazu musste der Kampfmittelräumdienst gegen einen vom Täter abgestellten rauchenden Rucksack vorgehen. Das berichten die„Lübecker Nachrichten“. Laut Polizei gibt es keine Toten.

Die Gewalttat hat sich im Stadtteil Kücknitz ereignet. Ob es sich um einen Terroranschlag handelt, ist noch unklar. Die Polizei hat den Täter festgenommen. Dieser gebe an, Iraner zu sein. Geschätztes Alter: um die 30 Jahre. Laut Augenzeugen soll er das Attentat mit einem Küchenmesser begangen haben. Außerdem soll er einen rauchenden Rucksack fallengelassen haben, der gelöscht werden konnte. Ob es sich dabei um einen Brandsatz oder eine Bombe gehandelt hat, konnte die Polizei noch nicht sagen. Der Kampfmittelräumdienst untersuchte am Tatort den Behälter, ohne bereits Angaben über den Inhalt machen zu können.

Über die genauen Hintergründe der Tat tappt die Staatsanwaltschaft noch im Dunkeln: Mehr Informationen erhoffe man sich von der Vernehmung des mutmaßlichen Täters. Dieser werde heute noch verhört. Entgegen erster Meldungen hat nicht die zufälliger Weise in der Nähe sich aufhaltende Besatzung eines Streifenwagens den Attentäter überwältigt, sondern die Bus-Passagiere selbst. Die Beamten nahmen den Täter dann fest.

Ein weiblicher Fahrgast berichtet: „Eines der Opfer hatte gerade seinen Platz einer älteren Frau angeboten, da stach der Täter ihm in die Brust. Es war ein Gemetzel!“ Die Augenzeugin werde derzeit von der Polizei betreut.

Wegen der unklaren Lage haben die Behörden auch den Bahnverkehr unterbrochen.

Schleswig-Holsteins Innenminister Hans-Joachim Grote (CDU) hat die Eröffnung der Travemünder Woche (TW) abgesagt. Aufgrund des Anschlags sehe er seinen Platz heute woanders, so das Innenministerium gegenüber den TW-Organisatoren. Er wurde am Tatort erwartet, während Lübecks Bürgermeister Jan Lindenau bereits eingetroffen war.

Laut Augenzeugen sei der Bus voll besetzt Richtung Travemünde unterwegs gewesen. Dann habe der Iraner plötzlich den Rucksack fallen gelassen. Der Mann habe danach das Messer gezogen und die anderen Passagiere attackiert. Der Busfahrer habe sofort angehalten. Daraufhin sei auch er angegriffen worden. Geistesgegenwärtig habe er noch die Türen geöffnet, so dass die Fahrgäste fliehen konnten.

Ein Anwohner berichtet: „Die Passagiere sprangen aus dem Bus und schrien. Es war furchtbar. Dann wurden die Verletzte abtransportiert. Der Täter hatte ein Küchenmesser.“ (WS)

Laut Polizei kam es am heutigen 20.07.2018, gegen 13.47 Uhr, in einem Bus der Linie 30 in Kücknitz zu einer Messerattacke. Ein Mann soll mehrere Businsassen mit einem Messer angegriffen und einige von ihnen verletzt haben. Die genaue Anzahl der Verletzten sind noch unklar. Es gab keine Toten. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde eine Person schwer verletzt. Die Hintergrunde zu der Tat sind noch unklar und Gegenstand der noch andauernden Ermittlungen.

Der Bus war voll besetzt. Viele der Fahrgäste und Zeugen haben den Tatort verlassen, bevor ihre Personalien von der Polizei aufgenommen werden konnten.

Diese Fahrgäste werden dringend gebeten sich mit der Polizei unter der Nummer des eingerichteten Bürgertelefons 0451 / 29079-319 oder 0451 / 29079-303 in Verbindung zu setzen.

[Update 17:30] Offenbar gibt es auch bereits den Versuch der politisch motivierten Vertuschung. Der etwa 35-jährige Mann soll sich gegenüber der Polizei selbst als Iraner ausgegeben haben. Laut Oberstastaanwältin Hingst hört sich das so an, daß der Täter ein 34jähriger deutscher Staatsangehöriger, aber nicht in Deutschland geboren sei. Hinweise für politische Radikalisierung in irgendeiner Form habe man nicht.

[Update 17:58] Bei dem Bus handelt es sich um einen Gelenkbus. Im Bereich des Gelenkes stand ein unbestimmter Rucksack aus dem es qualmte. Der Rucksack wurde durch Mitarbeiter des Munitionsräumdienstes Schleswig-Holstein überprüft. Es befand sich Brandbeschleuniger, aber kein Sprengstoff in dem Rucksack. Der Rucksack wurde gesichert.
Die Identität des Täters ist geklärt. Es handelt sich um einen 34-jährigen deutschen Staatsangehörigen mit Wohnsitz in Lübeck.

[Update 20:16] Die Staatsanwaltschaft Lübeck wird beim Amtsgericht Lübeck den Erlass eines Untersuchungshaftbefehls gegen den 34jährigen Deutsch-Iraner wegen des Verdachts der versuchten schweren Brandstiftung, der gefährlichen Körperverletzung und der Körperverletzung beantragen. Die Vorführung vor den Haftrichter ist auf 10:00 Uhr des morgigen Tages (21.07.2018) anberaumt.

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