Anti-Rassismus-Kämpfer sind selbst Rassisten

„Welt“-Autor bringt’s auf den Punkt

In die von antideutschen Kreisen initiierte „MeTwo“-Stigmatisierung der Deutschen hat sich die „Welt“ zuletzt mit unerträglicher Servilität hineingehängt. Dirk Schümer, einer der lesbaren Autoren des Blattes, hält nun hinter der Bezahlschranke dagegen und bezeichnet die Aktivisten selbst als „Rassisten“.

Unter der kernigen Überschrift „Die Wut auf die stumpfen ‚Kartoffeln‘ zeugt von Rassismus“ lässt der 56-Jährige Dampf ab: „Wenn Migranten von Küche bis Kirche ihr Anderssein leben, ist es multikulturelle Vielfalt. Wenn die Anderen das wahrnehmen und Loyalitäten thematisieren, ist es Rassismus.“ Das sei, so der Redakteur „Unsinn“, ein Miteinander funktioniere anders.

Allein schon die in der Özil-Debatte aufgeworfene Frage „Wie rassistisch ist Deutschland?“, sollte man so „besser nicht stellen, denn sie ist ihrerseits rassistisch“. Das Wort „rassistisch“ werde inflationär gebraucht: „Kein Land, kein Kollektiv seiner Bewohner lässt sich an einem Adjektiv festmachen“, schreibt er den Meinungsmachern ins Stammbuch: „Wer das tut, hat ein ungutes Behagen an Verallgemeinerungen oder Klischees oder Vorurteilen.“

„Antideutsche Rassisten“

Und dann zieht Schümer einen Vergleich zwischen Nationalisten und Antideutschen – wo doch Vergleiche hierzulande inzwischen so gut wie verboten sind: „Wer Deutschland kritiklos verherrlicht, handelt chauvinistisch und nationalistisch. Wer es verdammt, beschimpft oder – wie zuletzt linksautonome Fanatiker in Nürnberg – eine Massenverbrennung von Deutschlandflaggen veranstaltet, dreht in seinem Hass den Spieß einfach um und entlarvt sich als antideutscher Rassist.“

Überall würden Unterschiede zwischen Herkunft, Name, Muttersprache und Hautfarbe gemacht. So schön, wie es sich die Multikulturalisten vorstellten, „funktioniert die Welt nicht“. Menschen sortierten „seit Anbeginn der Zeiten in Wir und Ihr, Freund und Feind, Schwarz und Weiß, Herr und Knecht“.

Willkommen im Klub der Rassisten!

Und dann kommt’s: „Die zahlreichen Mitbürger mit oder ohne Migrationshintergrund, welche die Causa Özil in den letzten Tagen nutzten, um einmal so richtig ihre Wut auf die stumpfen „Kartoffeln“ rauszulassen, haben auf putzige Weise vorgeführt, dass der Rassismus – oder in diesem Fall besser der Chauvinismus – in allen Menschen schlummert. Willkommen im Klub!“

Schümer beschreibt, dass er selbst 20 Jahre im europäischen Ausland gelebt habe, versucht habe, die Sprache auch in Nuancen zu lernen: Auch nach Jahrzehnten gehörte er „nicht wirklich zu den Einheimischen. Ich wüsste auch gar nicht, wie das funktionieren sollte, denn schließlich ist man als Fremder ins Land gekommen und kann die eigene Identität nicht einfach an der Garderobe angeben“.

Erst im Ausland sei ihm bewusst geworden, „wie deutsch ich eigentlich bin, wie tief ich in der deutschen Sprache, deutscher Mentalität, deutschen Diskursen verwurzelt bin“. Mit meiner Frau habe er daheim Deutsch gesprochen und deutsche Nachrichten verfolgt: „Wie sagt Karl Valentin so treffend: Der Fremde ist nur in der Fremde fremd.“

Sind Deutsche, die Unterschiede ausmachen, wirklich Rassisten?

Daher könne er seine „Mitbürger mit türkischen Großeltern“ gut verstehen: „Wieso sollten sie Sprache, Religion, Feste und Gebräuche ihrer Heimat im Handumdrehen aufgeben? Und wie kann man verlangen, dass die hergebrachte Identität einfach so verschwindet?“ Das heiße aber im Umkehrschluss nicht, „dass alle Einheimischen, die auch nach zwei Generationen in stolzen türkischen Zuwanderern noch Elemente des Fremden ausmachen, die ein exotisches Aussehen von Asiaten oder Afrikanern bemerken, sich automatisch als üble Rassisten zu erkennen geben“.

Und an die Migranten gerichtet ergänzt er: „Wer das Anderssein und die eigene Tradition als Bereicherung der eigenen Existenz empfindet, darf sich nicht aufregen, wenn Einheimische das auch mitkriegen – selbst wenn deren Großeltern aus Schlesien kommen.“ Man solle sich davor hüten, schreibt Schümer, „jede Thematisierung von Differenzen im menschlichen Zusammenleben, jede sprachliche Fixierung des Andersseins automatisch als Verbrechen abzustempeln. Wenn wir das tun, sind wir allesamt Rassisten.“

Deutschland sei in Sachen Rassismus „nicht übler als andere Wohngebiete“. Wer „dauernd die Rassismuskeule schwingt und dann noch bedenklich nationalistische Gesellschaftsordnungen wie etwa die türkische pauschal verherrlicht – ist selbst rassistisch.“

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