Verbotenen Moscheeverein im Visier

Festnahme wegen mutmaßlicher Spionage

Die Bundesanwaltschaft hat am 7. August 2018 aufgrund eines Haftbefehls des Ermittlungsrichters des Bundesgerichtshofes vom 19. Juni 2018 den 33-jährigen deutschen Staatsangehörigen Alexander B. wegen des Verdachts der geheimdienstlichen Agententätigkeit (§ 99 Abs. 1 Nr. 1 StGB) durch Beamte des Bundeskriminalamts festnehmen lassen.

Nach dem Ergebnis der bisherigen Ermittlungen stand der Beschuldigte im Jahr 2016 in Verbindung zu einem jordanischen Geheimdienst. In dessen Auftrag soll er Informationen über die DIK-Moschee in Hildesheim gesammelt und an seine Auftraggeber in Jordanien weitergegeben haben. Dabei soll der Beschuldigte auch Erkenntnisse zu mehreren Personen geliefert haben, die seiner Einschätzung nach in den „Dschihad“ nach Syrien ziehen wollten oder aber bereits dorthin ausgereist waren.

Die Hildesheimer DIK-Moschee war von dem Verein „Deutschsprachiger Islamkreis Hildesheim e.V.“ (DIK) betrieben worden. Der Verein ist am 14. März 2017 vom Niedersächsischen Innenministerium verboten worden.

Der Beschuldigte wurde heute (8. August 2018) dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt, der ihm den Haftbefehl eröffnet und den Vollzug von Untersuchungshaft angeordnet hat.

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