Maulkorb für Sportler

Deutscher Profisportler: „Es gibt keine Meinungsfreiheit mehr!“

In einem Interview mit dem Portal T-Online.de klagte der deutsche Profisportler Stefan Kretzschmar die Zustände im deutschen Profisport an. Wenn man als Sportler eine „polarisierende Meinung“ äußern würde, „bekommt man eins auf die Fresse.“

Von Alexander Markovics
„Für jeden Kommentar bekommst du eins auf die Fresse.“
Angesprochen auf politisches Engagement im Profisport erzählte Handballprofi Stefan Kretzschmar von seinem Besuch bei einer 1.Mai-Demo. Kurz danach sei der Polizeipräsident zu seinem Manager in Spandau gegangen und habe ihm Videoaufnahmen von Kretzschmars Teilnahme an der Demo vorgespielt. Danach habe ihm sein Manager nahegelegt nicht mehr auf solche Demos zu gehen. Diese Situation sei symptomatisch für das allgemeine Klima in der Profisportlerszene.

„Wenn du eine polarisierende Meinung hast, finden die 50 Prozent scheiße.“
Als Reaktion auf solche Einschüchterungsversuche würden alle Sportler mit dem Strom schwimmen und keine polarisierenden Meinungen von sich geben. Wenn sich ein Sportler heute noch politisch äußert, dann nur im Sinne einer „Mainstream-Meinung“ wie „Refugees Welcome!“.

„In Deutschland haben wir keine Meinungsfreiheit im eigentlichen Sinne.“
Zwar gäbe es in Deutschland eine Meinungsfreiheit, dank der man für seine Meinung nicht mehr in den Knast komme. Jedoch gäbe es keine eigentliche Meinungsfreiheit, da man als Sportler immer mit Repressalien von Seiten der Werbepartner und Arbeitgeber rechnen müsse. Der zunehmende Einfluss von Marketingagenturen führe nach Kretzschmar zudem zu einer Verkünstlichung des Sportes.

Quelle

So gäbe es auch heute im Handball immer weniger „Typen“ im Sinne von Männern mit einer eigenen Meinung und Führungsqualitäten und immer mehr „hübsche Jungs“ die von ihren Managern und Marketingagenturen gezielt massentauglich inszeniert werden.

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