Ermittlungen jetzt auch gegen AfD-Chef Alexander Gauland

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den AfD-Chef Alexander Gauland, aber nach Alice Weidel ist auch Jörg Meuthen ist im Visier.


Das bestätigte die AfD-Fraktion.

Gauland ist mit staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen wegen des Verdachts auf eine Steuerstraftat im Visier.
Die Staatsanwaltschaft wollte sich unter Hinweis auf das Steuergeheimnis nicht äußern, Gauland wisse aber von Ermittlungen gegen ihn.
Mit der Spendenaffäre um Alice Weidel soll es aber nichts zu tun haben.
Vor der Bundestagswahl 2017 hatte eine Schweizer Pharmafirma rund 130.000 Euro auf das Konto von Weidels Kreisverband Bodensee überwiesen.
Die Bundestagsverwaltung prüft der Frankfurter Rundschau zufolge in mehr als zehn Fällen, ob die AfD unberechtigt Spenden angenommen hat.
Neben den bereits bekannten Fällen von Fraktionschefin Alice Weidel, Parteichef Jörg Meuthen und Europakandidat Guido Reil geht es unter anderem um Unterstützung der Landtagswahlkämpfe in Bayern und Hessen durch Gratiszeitungen.
Aber auch die Finanzierung des „Kyffhäusertreffens“ der radikalen Strömung „Der Flügel“ durch einen Spendensammelverein wird überprüft.

Auch Jörg Meuthen im Visier
Auch Jörg Meuthen, einer der beiden AfD-Chefs und Europa-Abgeordneter, ist in Erklärungsnot.
Es soll eine Liste von zehn angeblichen Gönnern geben, die erhebliche Ungereimtheiten aufweist.
Darunter sollen mindestens zwei Strohmänner geben, die dafür bis zu 1000 Euro erhalten haben sollen.
Auch solle einige der auf der Liste stehenden Gönner gegenüber dem baden-württembergische Landeskriminalamt bestritten haben, jemals Geld gespendet zu haben.
Sie hätten aber Geld dafür erhalten, dass sie für Zuwendungsbescheinigungen unterschrieben hätten.
Meuthen weist in einer Erklärung alle Vorwürfe gegen ihn und die Partei zurück.
Man habe sich stets korrekt verhalten und man werde gerichtlich gegen alle Maßnahmen vorgehen, die deshalb zum Nachteil der Partei seien, Meuthen: „Wenn die Bundestagsverwaltung in diesem Kontext irrig an der Verhängung von Strafzahlungen gegen die Alternative für Deutschland festhalten sollte, werden wir dagegen alle Rechtsmittel einlegen“.

Konstanz: Kein AfD-Antritt zur Gemeinderatswahl
Offenbar gibt es bei dem von der AfD-Spendenaffäre ihrer Galionsfiguren Weidel, Gauland und Meuthen hart getroffenen Konstanzer Kreisverband das Problem, daß sich große Teile ihre Mitglieder nicht mehr aus der Deckung trauen.
So tritt die Partei nicht nur in der Kreisstadt Konstanz, sondern auch in den größeren Kreisstädten Radolfzell und Singen, nicht zur Gemeinderatswahl an.
Sie schafft es nur noch, sich mit 10 Kandidaten für den Kreistag zur Wahl stellen.
Offiziell begründet man den Zustand mit der Aussage, man sei noch eine junge Partei, deren Mitglieder neben ihrem Beruf keine Zeit für ein Ehrenamt hätten.

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