AfD-Frohnmaier „unter absoluter Kontrolle der Russen“?

Der AfD-Bundestagsabgeordnete Markus Frohnmaier soll unter russischer Einflussnahme stehen.

Das soll das Ergebnis gemeinsamer Erkenntnisse von „Spiegel“, ZDF, der britischen BBC und der italienischen Tageszeitung „La Repubblica“ sein.
Laut wikipedia 2014 reiste Frohnmaier während der Ukraine-Krise nach Donezk, um nach eigenen Angaben zu „schauen, wie es eigentlich den Menschen dort geht.
2015 traf Frohnmaier in Sankt Petersburg Alexander Dugin.
Das ZDF-Magazin frontal21 berichtete bereits im Oktober 2016 über eine Reise Frohnmaiers zu pro-russischen Separatisten in die Ukraine sowie ein Treffen in Moskau mit Nikolaj Schljamin, dem Vorsitzenden der Putin-nahen Jugendorganisation Vereinte Junge Front (OMF).
Eine gemeinsame durch eine russische Stiftung finanzierte Reise Frohnmaiers mit dem EU-Abgeordneten Marcus Pretzell auf die durch Russland annektierte Krim führte zu einer offiziellen Protestnote der ukrainischen Regierung.
Auf verschiedenen seiner Auslandsreisen wurde Frohnmaier demnach von Redakteuren des geschichtsrevisionistischen rechtsradikalen Magazins Zuerst! begleitet, dem er auch Interviews gab.
Er gründete zusammen mit dem Publizisten Manuel Ochsenreiter und einem Polen, dem die polnische Staatsanwaltschaft Agententätigkeit für russische und chinesische Nachrichtendienste vorwirft und deswegen für mehrere Jahre in Untersuchungshaft genommen wurde, das „Deutsche Zentrum für Eurasische Studien“, mit dem Ziel, Wahlbeobachtermissionen in russlandnahe Regionen wie der Ostukraine zu organisieren. Es wurde im November 2018 aufgelöst.
Im März 2019 wurde Frohnmaier Mitglied eines von der FSB kontrollierten Organisationskomitees des „Yalta International Economic Forum“ (YIEF) – eines von der russischen Regierung geförderten Wirtschaftsforums auf der Krim.

Recherchen zu Einflussnahme aus Moskau
Jetzt berichteten Spiegel, ZDF, BBC über gemeinsame Rechercheergebnisse zu Versuchen russischer Einflussnahme auf die Bundestagswahl 2017.
Danach kursierte in der russischen Präsidialverwaltung vor der Bundestagswahl 2017 ein Strategiepapier über die Einflussnahme auf und die Kontrolle über, den Interessen der Russischen Republik genehme, Bundestagsabgeordnete.
„Er wird ein unter absoluter Kontrolle stehender Abgeordneter im Bundestag sein“, soll es in dem Papier über Frohnmaier heißen.
In einem weiteren Papier werden der Recherche zufolge konkrete Vorschläge zur Wahlkampfunterstützung Frohnmaiers genannt.
Frohnmaier selbst ließ auf Anfrage mitteilen, er könne mit den Dokumenten „nichts anfangen“ und wisse nicht, wer der Verfasser sei.
Er habe nie „Unterstützung finanzieller oder medialer Art in Kreisen der russischen Politik, Wirtschaft oder Zivil erbeten“.

Frohnmaier erpreßbar?
Die Bezeichnung, Frohnmaier sei ein „unter absoluter Kontrolle stehender Abgeordneter im Bundestag“ Rußlands weist in der Regel darauf hin, daß Frohnmaier in ein Abhängigkeitsverhältnis zum Kreml geraten ist.
Daß das Papier jetzt bekannt wurde, läßt darauf wiederum schließen, daß er nun in Ungnade gefallen ist.
Geheimdienste verfahren vergleichsweise so mit abtrünnigen Agenten.

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