IS-Verdächtiger festgenommen

Verhaftung wegen des Verdachts der Unterstützung der ausländischen terroristischen Vereinigung „Islamischer Staat (IS)“ u.a.

Die Bundesanwaltschaft hat am 12. Juni 2019
den 31-jährigen kosovarischen Staatsangehörigen Hassan Rejan B.
aufgrund eines Haftbefehls des Ermittlungsrichters des
Bundesgerichtshofs vom 4. Juni 2019 durch Beamte des
Landeskriminalamts Schleswig-Holstein im Kreis Pinneberg
(Schleswig-Holstein) verhaften lassen. Zudem wurden die Wohnung und
Arbeitsstätte des Beschuldigten sowie weiterer nicht tatverdächtiger
Personen in Bayern und Nordrhein-Westfalen durchsucht.

Hassan Rejan B. steht in Verdacht, die ausländische terroristische
Vereinigung Islamischer Staat (IS) in 15 Fällen unterstützt (§§ 129a
Abs. 5, 129b Abs. 1 Satz 1, Satz 2 StGB) und in Zusammenhang mit 11
dieser Fälle zudem gegen das Außenwirtschaftgesetz verstoßen zu haben
(§ 18 Abs. 1 Nr. 1a, Abs. 7 Nr. 2 AWG i.V.m. Art. 2 Abs. 2 der
Verordnung (EG) Nr. 881/2002 vom 27. Mai 2002 in der Fassung der
Durchführungsverordnung (EU) Nr. 1091/2013 der Kommission vom 4.
November 2013).

In dem Haftbefehl ist im Wesentlichen folgender Sachverhalt
dargelegt:

Der Beschuldigte übermittelte in den Jahren 2016 und 2017 unter
Nutzung des Hawala-Systems elfmal Gelder an einen in Syrien
befindlichen IS-Kämpfer. Die Gelder hatte er zuvor überwiegend von
Dritten über einen Finanzdienstleister erhalten. Einen dreistelligen
Betrag steuerte der Beschuldigte aus eigenen Mitteln bei. Bereits im
Jahr 2015 hatte der Beschuldigte einem mazedonischen
Staatsangehörigen, der sich dem IS als Kämpfer anschließend wollte,
auf dessen Reise nach Syrien dreimal Gelder über einen
Finanzdienstleister zukommen lassen. Die von dem Beschuldigten
transferierten Gelder belaufen sich auf insgesamt ungefähr 15.000,-
EUR. Ebenfalls im Jahr 2015 eröffnete der Beschuldigte für ein
IS-Mitglied einen Facebook-Account. Er sollte dieses IS-Mitglied
anschließend bei der Verbreitung von Nachrichten des IS über diesen
Acount unterstützen.

Der Beschuldigte wird am morgigen Tag dem Ermittlungsrichter beim
Bundesgerichtshof vorgeführt, der ihm den Haftbefehl verkünden und
über den Vollzug von Untersuchungshaft entscheiden wird.

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