Bischof Carsten Uwe Rentzing zum Rücktritt gemobbt

Es bestätigt sich erneut: Wo viel Religion ist, ist auch viel Heuchelei.

Carsten Uwe Rentzing ist seit 2015 Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens (EvLKS).
Er entspricht als „theologisch konservativ“ geltend nicht den Denkvorschriften derer, die sich im „Marsch durch die Institution“ erfolgreich aufgemacht haben, die Gesellschaft in ihrem Sinne zu unterjochen.
Kurz vor Berichten über angeblich antidemokratische Texte aus seiner Studienzeit kündigte Rentzing am 11. Oktober 2019 seinen baldigen Rücktritt an, „um Schaden von der sächsischen Landeskirche abzuwenden“, denn die Diskussion um seine Person schade deren Einheit.

Laut dem in Deutschland von Linksextremistischen beherrschten „Wikipedia“ werden ihm in dieser dort üblichen intoleranten Weise diese Vorwürfe zur Last gelegt:

„1990 veröffentlichte Rentzing in der Zeitschrift den Aufsatz „Staat und Demokratie: Eine unzeitgemäße Betrachtung“. Darin schrieb er: Ein Staat, „in dem Feigheit vor Tapferkeit, Selbstverwirklichung vor Freiheit, Leben vor Ehre gilt“, sei dem Untergang geweiht. Demokratische Mehrheitsentscheidungen förderten statt der „Freisetzung großer Persönlichkeiten“ „letztlich die Nivellierung der Geister“. Das demokratische System vermenge „die jeweils klassischen Entartungsformen“. Die „neuzeitliche Frage nach den Menschenrechten“ sei „unprotestantisch“. Der „Liberalismus als Staatsräson“ zerstöre den Grundwertekonsens, indem er den Begriff der Bürgerschaft so umdeute, dass aus dem deutschen Staatsvolk die multikulturelle Gesellschaft mit Ausländern werde. Kämen diese in die Exekutive, dann stoße dies „auf den Widerstand derjenigen, die an ethnisch und religiös Tradiertem festhalten – allen Anfeindungen und Verleumdungen zum Trotz!“ Rentzing zeigte Sympathie für „Wähler, die den üblichen Polit-Brei satt hatten und sich bei den letzten Wahlen klareren Tönen anschlossen“: Gemeint waren damalige Wahlerfolge der Republikaner.

Ferner schrieb er im selben Text: „Die offensichtliche Aufbürdung von politischer Verantwortung auf jeden einzelnen Bürger ohne Berücksichtigung seiner Fähigkeiten und auch Interessen muß diesen weit überfordern. […] Das einmal erweckte Individuum wird sich nicht wieder in die Unmündigkeit zurückführen lassen, und darauf kann es auch kaum ankommen. Entscheidend bleibt nur, daß der durch die Renaissance und noch viel mehr durch die Aufklärung verstellte Blick auf die Unzulänglichkeit und prinzipielle Schwäche des nicht gebundenen Individuums wieder freigelegt wird.“

1991 schrieb Rentzing in einer Rezension: Die von der Kirche verkündigte christliche Wahrheit existiere unabhängig von ihr und könne durch sie nur angeeignet, nicht aber bestimmt werden. Feierabendmahle auf evangelischen Kirchentagen seien Zeichen des nahenden Weltuntergangs und Häresie.

In einem mit „Phönix“ betitelten Artikel schrieb er: Die 15-jährige Militärdiktatur in Chile mit einigen tausend Opfern werde weit mehr verurteilt „als 10 000 (!) Abtreibungen pro Woche im eigenen Lande“. Dass dieses „dem Untergang geweiht ist“, sei kaum zu bezweifeln. Weder solch „kranke Strukturen“ zu erhalten noch den Untergang zu beschleunigen sei „unsere Berufung“, sondern „das Ewig-Tragende, das Zeitlos-Immerwährende durch die Flamme hindurch in die Zeit seines Wiederaufstiegs hinüberzuretten.“ Oswald Spenglers Werk Der Untergang des Abendlandes sei nicht widerlegt. Der zu beobachtende „Verfall“ könne ein „Degenerationsvorgang einer Kultur“ sein, „die ihrer Nährquellen beraubt dem kraftlosen Ende entgegenwankt“. Die Frage sei, ob wir uns dem „zwangsläufigen Schicksal fügen“ müssten oder „Widerstand gegen die Verwurmung des Menschen, des zur Grimasse seiner selbst herabgesunkenen, sich im Staube windenden ehemalig Schaffenden“ sinnvoll und möglich sei.

In einer Glosse zu „Werbung, Sprache, Zeitgeist“ meinte er 1991, der Pluralismus der Gesellschaft sei „durch fehlende bzw. bewußt vernichtete geistig-moralische Autoritäten“ erzeugt worden. „Kulturelle Hegemonie wird nicht über Werbung erzeugt, sie muß sich im Kampf der Geister um die Wahrheit an der Basis einstellen. Diesen Kampf zu führen, verlangt allerdings mehr, als aus dem Wohnzimmer heraus über der Welt zu verzweifeln. Es wird schon eines neuen ‚deus lo volt‘ bedürfen, um den Konservatismus in diesem Lande aus der Nische für exotische Minderheiten wieder herauszuführen.“ Er zitierte damit den Ruf, mit dem eine Zuhörermenge den Aufruf von Papst Urban II. zum Ersten Kreuzzug beantwortete.

Einige Pfarrer der Landeskirche initiierten gegen Rentzing die Petition „Nächstenliebe verlangt Klarheit“, die den Bischof aufforderte, seine Mitgliedschaft in der Verbindung zu beenden und sich gegen Rechtskonservatismus und Neue Rechte abzugrenzen.
Sie behaupten, die Mitgliedschaft sei unvereinbar mit den aktuellen Herausforderungen des Bischofsamts.

Längst ist indes bekannt, daß insbesondere die evangelische Kirche duch den von der 68er-Bewegung initiierten „Marsch in die Institutionen“ linksextremistisch unterwandert ist.
Ihre linke geistige Heimat offenbarten sie unter anderem mit dem Hinweis, die Verbindung Rentzings würden sich nicht von den (längst als linksextreme Propaganda entlarvten) „Verbrechen der Wehrmacht“ abgrenzen und der christliche Glaube widerspreche „dem dort gepflegten Nationalismus“.
Schließlich unterschrieben von 700.000 Mitgliedern der säxchsischen Landeskirche gerade einmal 850 diese Petition, was etwas mehr als 1 Promille(!) entspricht.

Der Rücktritt Rentzings rief unterdessen zahlreiche aufrechte Christen auf den Plan.
Ab 16. Oktober forderte eine Petition auf der Plattform CitizenGo Rentzings Verbleib im Amt.
Sie monierte eine „Schmutzkampagne“ gegen ihn und nannte die Vorwürfe haltlos.
Bibeltreue Christen aus dem Erzgebirge und dem Vogtland unterstützten Rentzing und lehnten seinen Rücktritt ab, ebenso die „Arbeitsgemeinschaft Weltanschauungsfragen e.V.“ in Nordrhein-Westfalen.
Sie erklärten, man wolle weder mit der Leitung der EvLKS noch den Rentzingkritikern weiter in einer Kirche sein und werde austreten, um fortan in eigenen Häusern „Jesus Christus alle Ehre zu geben“ und dem „unfehlbaren Wort Gottes in der Heiligen Schrift“ zu folgen.
Helmut Matthies (Evangelische Nachrichtenagentur idea) beurteilte Rentzings frühere Texte als Jugendsünden und sah seinen Rücktritt als Folge eines linksgerichteten Mobbings in der EKD und Teilen der Evangelischen Landeskirche in Sachsen.
Der konservative evangelische Arbeitskreis Bekennender Christen in Bayern (ABC) bedauerte Rentzings Rücktritt.
Seine Gegner hätten alles versucht, ihn „mürbe“ zu machen…

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