Mann in Augsburg tot geprügelt: Sechs Beschuldigte wieder auf freiem Fuß

Kurz vor dem Weihnachtsfest wurden sechs Verdächtige im Fall des in Augsburg totgeschlagenen Feuerwehrmannes aus der U-Haft entlassen.

Von David Berger –Von einem gemeinschaftliche „Umzingeln des Opfers“ durch die Gruppe, das die Staatsanwaltschaft feststellte, wollte das Landgericht nichts erkennen. Das Amtsgericht hatte am Mittwoch eine Freilassung noch abgelehnt.

Kurz vor dem Weihnachtsfest wurden sechs Verdächtige im Fall des in Augsburg totgeschlagenen Feuerwehrmannes aus der U-Haft entlassen.

Sechs der sieben Verdächtigen im Fall des am Rande des Christkindlsmarkts von Augsburg mit einem Schlag getöteten Feuerwehrmanns wurden gestern aus der U-Haft entlassen. Der Hauptverdächtige, dessen Schlag auf den Kopf des 49-jährigen Feuerwehrmannes zum Tod des Opfers geführt haben soll, bleibt aber vorerst weiter in Haft.

Amtsgericht entscheidet anders als Landgericht

Das Amtsgericht hatte am Mittwoch eine Entlassung der sechs Männer, denen Beihilfe am Totschlag des Feuerwehrmannes vorgeworfen wurde, noch klar abgelehnt, das Amtsgericht, diese jedoch bewilligt.

Einer der Strafverteidiger, der einen der frei gelassenen Männer (20) vertritt, erklärte gegenüber Focus-Online: „Das Landgericht Augsburg hat den Haftbefehl gegen meinen Mandanten – und soviel ich weiß auch gegen fünf weitere Beschuldigte- aufgehoben und/oder außer Vollzug gesetzt. Eine Reaktion der Staatsanwaltschaft ist mir aktuell nicht bekannt.“

Gegen den Erwartungsdruck der Öffentlichkeit geurteilt

Er habe vollen Respekt vor der Entscheidung des Landgerichts, „welches hierbei offensichtlich allein die Rechtslage beurteilte und sich nicht von dem Erwartungsdruck der Öffentlichkeit leiten ließ.“ so der Anwalt. Das Gericht begründete seinen Entschluss damit, dass man „keinen Vorsatz als gegeben“ annehmen könne, ein gemeinschaftliches „Umzingeln“ des Opfers sei nicht gegebene gewesen.Eine Beihilfe zum Totschlag sei also nicht gegeben.

Lediglich bei zwei der nun Freigelassenen gäbe es – so die Jugendkammer den „dringenden Tatverdacht der gefährlichen Körperverletzung zu Lasten des zweiten, schwer verletzten Opfers“ – eine Fluchtgefahr oder Verdunkelungsgefahr bestünde aber nicht.

Nach diesem überraschenden Beschluss des Amtsgerichtes hat auch der Anwalt des 17 Jahre alten Haupt-Tatverdächtigen Halid S., angekündigt zu Beginn des neuen Jahres auch eine Haftbeschwerde für seinen Mandanten vorzubringen.

„Ein Freibrief für Verbrecher, Totschläger und Mörder?“

Der AfD-Politiker Georg Pazderski fasste kurz zusammen, was viele Menschen in den sozialen Netzwerken in ähnlicher Weise zum Ausdruck brachten: „Trotz des Vorwurfs der „Beihilfe zum Totschlag“ sind sechs am Mord des Feuerwehrmanns in Augsburg Beteiligte wieder auf freiem Fuß. Welch fatales Signal an die rechtstreuen Bürger und die Angehörigen! Ein Freibrief für Verbrecher, Totschläger und Mörder?“

Linke Twitter-User sehen das anders. Einer von ihnen schreibt: „6 von 7 auf freiem Fuß. Gefühltes Unrecht. Entschieden hat das ein Richter: Recht und nix Anders. Und das ganze rechte Gesocks weiß es besser. Widerlich, ekelhaft. Keine Ahnung aber rumtrollen.“

Freibrief für kriminelle Migrantengruppen
Jouwatch kommentiert: „Die Freilassung von sechs der sieben Täter ist ein Affront für den deutschen Bürger – und ein Freibrief für kriminelle Jugendgangs, gerade jener aus gewaltaffinen Sozialisationshintergründen und Kulturen. Das Beispiel macht munter Schule – und jedesmal wird die Gewalt enthemmter: In Buxtehude kam es am Freitag zum Übergriff von wiederum einer „Gruppe junger Männer“ – Nationalität und Täterhintergrund nicht genannt, stehen also fest -, die in diesem Fall DRK-Rettungssanitäter im Einsatz attackierten. Auch diese Banden wissen schon im Moment ihres Auftretens: Gemeinsam sind wir stark, als Kollektiv trifft es keinen einzelnen von uns, im Zweifel kommen wir alle straffrei davon. Sie sind ja in Deutschland.“

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