„Corona-Leugner“-Zuwachs: Ex-TV-Pfarrer Jürgen Fliege und Skispringerlegende Jens Weißflog

Die Reihen der „Corona-Maßnahmenkritiker“ wurden am vergangenen Sonntag in München bei der „Querdenken-Demo“ durch Ex-TV-Pfarrer Jürgen Fliege verstärkt. Auch Skisprung-Legende, Gastronom und Hotelier Jens Weißflog sieht sich von der Politik in „Sippenhaft“ genommen

Gut 1.900 Menschen haben sich am Sonntag auf der Münchner Theresienwiese versammelt. Dazu aufgerufen hatte die Initiative „Querdenken 089“. Die angemeldete Demo mit 5.000 Teilnehmern wurde von der Stadt München jedoch nur für 1.000 Menschen genehmigt – samt Corona-Zauber wie Mindestabstand und Maskenpflicht. Das Bündnis „Querdenken 089“ war vor Gericht gezogen, um die Begrenzung von 1000 Teilnehmern bei der Demonstration am Sonntag aufzuheben.

Nachdem das Corona-Virus offensichtlich seine „verheerende“ Wirkung bei Gottesdiensten nicht entfaltet – hier gibt es keine Beschränkung der Teilnehmerzahl und auch kein Maskentragezwang – erklärte „Querdenken 089“ die Veranstaltung zum Freiluft-Gottesdienst. Dass es sich just um einen solchen handelte, machten die Reden des Ex-TV-Pfarrers Jürgen Fliege und Pfarrer Christian Stockmann deutlich. Fliege sprach unter anderem von einem „Regime der Angst“ und rief zum Trauern um das Grundgesetz auf – die Corona-Regeln sorgten dafür, dass man „Grundrechte von Artikel 1 bis 19“ nicht mehr habe, sagte Fliege. Wegen zu poppiger Elemente für einen stillen Feiertag wurde der Freiluftgottesdienst gegen 19:00 Uhr – widerrechtlich – beendet. Von einem Missbrauch der Religionsfreiheit war nun die Rede.

Ski-Springer Jens Weißflog sieht sich in Corona-Sippenhaft

Auch Sachsens Skisprung-Legende, Gastronom und Hotelier Jens Weißflog, kritisiert die Corona-Maßnahmen der Merkel-Regierung. Auf Facebook nennt der dreifache Olympiasieger und vierfache Vierschanzentourneegewinner, der seit 24 Jahren in Oberwiesenthal ein Hotel und Restaurant betreibt, den Lockdown „Zum Verzweifeln“ und sieht sich von der Merkel-Politik in „Sippenhaft“ genommen. Auf Facebook schreibt er:

Jens Weißflog
letzten Dienstag

Zum Verzweifeln….in jeder öffentlichen Nachricht zum nächsten wohl kommenden Lockdown fällt das Wort „Gastronomie“ als erstes. Und meist in einem negativen Kontext. Politik und Medien nehmen nicht mehr differenziert wahr, woher die Zahlen kommen. Man stellt uns in Gänze an den Pranger. Wenn die Schließung der Gastronomie kommt, verlagert man jede Feier in den privaten „Schutzraum“ von Wohnzimmern, Partykellern und Garagen ohne Mindestabstand, ohne Hygienekonzept und ohne Kontrolle. Wir werden wiederholt für Leute, die private Fetischpartys (wie kürzlich in Berlin) feiern gleichgestellt und als Sündenbock in Sippenhaft genommen. Wir werden nicht als Wirtschaftszweig mit mehr Beschäftigten als in der Automobilindustrie wahrgenommen sondern als Freizeitgestalter für „Nichtlebensnotwendiges“. Aha. Lieferservice mit 20 Pizzen in „private“ Haushalte ist wohl lebensnotwendig???? Hier soll nicht der Eine gegen den Anderen ausgespielt werden, aber hier muss differenziert werden! Wir als Gastronomie in unserer Betriebsgrösse haben vor kurzer Zeit statt Staatshilfen zu erhalten Kredite aufgenommen, um weiter existieren zu können und um Hygienekonzepte mit Plexiglaswänden u.v.m. zu finanzieren.

Wir sind nicht das Problem!
Wir sind Wirtschaft, Arbeitgeber, Steuerzahler
Wir sind das „Wohnzimmer“ der Gesellschaft.
Und ein sicherer Ort.

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