Wagenknecht auf AfD-Kurs?

Wagenknecht verwahrt sich gegen Beifall der AfD

Einige bekannt gewordene Passagen aus dem neuen Buch „Die Selbstgerechten“ von Sarah Wagenknecht hat zu heftiger Kritik aus linken Kreisen gesorgt.
Als dazu AfD-Politiker Zitaten aus dem Buch öffentlich machten, mußte auch Sarah Wagenknecht reagieren und sich gegen Vereinnahmungsversuche der AfD verwahrent.
In der WELT wird sie damit zitiert: „Mein Buch zielt darauf, dass die Linke wieder mehr Rückhalt gewinnt. Das wäre ein echter Beitrag zur Schwächung der rechten Parteien, während abgehobene Identitätsdebatten sie eher stärker machen“, sagte Wagenknecht dem „Spiegel“. „Dass die jetzt kalte Füße kriegen und versuchen, mich durch Vereinnahmung zu diskreditieren, zeigt nur, dass sie verstehen, worum es geht.“
Einige AfD-Politiker hätten Zitate aus Wagenknechts Buch genutzt, um für die AfD zu werben.

In dem Buch greift Wagenknecht laut dem linken Webmagazin WSWS.org Vertreter des Establishment einschließlich der eigenen Linkspartei deutlich an.
Mit der Corona-Pandemie hätten sich die Klassengegensätze extrem verschärft: „Während zehntausende Menschen ihr Leben verloren, hunderttausende schwere Schäden erlitten und Millionen Teile ihres Einkommens einbüßten, haben sich die oberen zehn Prozent der Gesellschaft pervers bereichert. Mit ihrer Öffnungspolitik geht die herrschende Elite über Leichen, um ihre Profite zu sichern“.

Der „Linkspartei-Politikerin Sahra Wagenknecht“ wird vorgeworfen, in ihrem neuen Buch übernehme sie „nun ganz offen den fremdenfeindlichen und nationalistischen Kurs der AfD und schwingt sich zur aggressivsten Vertreterin der Durchseuchungspolitik auf“. Dass sie am Samstag mit 61 Prozent der Delegiertenstimmen zur Spitzenkandidatin der Linkspartei in Nordrhein-Westfalen gewählt worden sei, bestätige, „dass sie mit ihren reaktionären Positionen für die Mehrheit der Linkspartei spricht“.
Das Buch sei „eine Kriegserklärung an Hunderttausende junge Menschen, die uns wählen und sich für Klimaschutz und Antirassismus einsetzen“ wird kolportiert und auch Bundesgeschäftsführer Jörg Schindler bemühte sich um Distanz zu dem Buch.
Von „Wagenknechts andauernde rechte Hetze“, sie hetze gegen Flüchtlinge hetzt, umgarne die AfD umgarnt und mache sich mit rechtsextremen Corona-Leugnern gemein wird ihr vorgeworfen uns sie gehöre „zu den Architekten der arbeiterfeindlichen Politik der Linkspartei“.
In der Tradition der extremen Rechten spiele sie sich als Anwältin des kleinen Mannes auf und schimpfe auf selbstgerechte Eliten, „während sie in Wirklichkeit das Programm der herrschenden Elite durchsetzt, indem sie Nationalismus schürt, Migranten für die Angriffe auf Löhne verantwortlich macht und das deutsche Kapital gegen seine ausländische Konkurrenz verteidigt“.
Wagenknecht übernehme nicht nur den faschistischen Slogan „Arbeit zuerst für Deutsche“, sondern verteidigt auch ganz offen die Politiker der rechtsextremen AfD. Die „Vorwürfe und Unterstellungen, mit denen rechte Politiker in der öffentlichen Debatte attackiert werden“, seien oft „überzogen“, erklärt sie. So sei die Warnung, der AfD-Parteivorsitzende Jörg Meuthen wolle „einen neuen Faschismus in Deutschland einführen“, völlig unberechtigt.

Im ganzen Buch präsentiere sie im Wesentlichen das rechtsradikale Programm der AfD, schwadroniere von einer deutschen Leitkultur und plädiere für einen starken Nationalstaat, der sich gegen China und die Vereinigten Staaten behaupten müsse.
Auch habe in den letzten Monaten Sarah Wagenknecht in ihrer Youtube-Sendung „Wochenschau“ „bereits an die rechtsradikalen Querdenker-Demonstranten, Corona-Leugner und Impf-Gegner appelliert, um die Rücknahme auch der letzten Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie durchzusetzen“.
Es verwundere nicht, dass Wagenknecht für ihren Rassismus, ihren Nationalismus und ihre Durchseuchungsstrategie Applaus von der AfD ernte.

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