SPD-Jubel für Giffey

Wenn Betrug und Unfähigkeit zum Trumpf werden

Wenn SPD-Dilettanten sich selbst hypen: Heiko Maas stärkt Franziska Giffey für ihre Berliner Bürgermeisterambitionen den Rücken. Eine Krähe hackt der anderen bekanntlich kein Auge aus, und ein Skandalpolitiker dieser Bundesregierung hat keine skrupulösen Hemmungen, eine andere Skandalpolitikerin derselben Bundesregierung über den grünen Klee zu loben und für höhere Weihen zu empfehlen – nicht einmal am selben Tag, an dem diese wegen einer hochnotpeinlichen Plagiatsaffäre ihren Rücktritt nehmen muss.

Die fachlichen und charakterlichen Maßstäbe, die früher einmal an Spitzenpolitiker angelegt wurden, sind in diesem moralisch verrotteten Merkeldeutschland so unwiederbringlich zerfleddert und planiert worden, dass selbst überführte Titelschummler als geeignete Kandidaten für die Regierung von Deutschland größter Metropole auf den Schirm gehoben werden können. Auf Twitter brach SPD-Bundesaußenminister Heiko Maas gestern dreist, ignorant und zynisch eine Riesenlanze für seine Genossin:

(Screenshot:Twitter)

Wachsweiche Gratisattribute wie „harte Arbeit“ und „Bewegung von Familien“ sollen hier also erschlichene akademische Grade ersetzen, die Giffey voller Eitelkeit wie eine Monstranz vor sich hertrug, solange es ging (sie unterschrieb sogar mit dem Doktortitel, was nur Parvenüs oder geltungssüchtige Menschen nötig haben). Erst als es wirklich nicht mehr länger ging und das mediale „Rigorosum“ ihrer damaligen Universität jede Menge Zitierfehler und übernommene Fremdpassagen nachwies, ließ sie den Titel „ruhen“ – was ihr von der eigenen Partei noch als Beweis besonderer menschlicher Größe ausgelegt wurde, die „großen Respekt“ verdiene. Auch jetzt wieder zollte ihr Parteivize Kevin Kühnert wortgleich denselben „großen Respekt“.

Und jetzt, da sie die Plagiataffäre den Job kostet, verschwindet sie nicht etwa in der Versenkung – sondern nimmt gleich die nächste Karrierestufe als „Regierende“ in Berlin ins Visier. Sollte sie dieses Amt erklimmen, so wäre sie zumindest im dortigen Polit-Saustall mit ihrer Vorgeschichte so wenig anrüchig wie ein Aussätziger in einer Leprakolonie:

Was der R2G-Senat dort seit 2016 verzapft hat – dagegen ist ein fauler Promotionsgrad tatsächlich nur ein Kavaliersdelikt. (DM)

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