Flutkatastrophe: Warnungen wurden in den Wind geschlagen

[Update 19.7.21] Statt Katastrophenschutz: Während Tausende nichts mehr zum Lachen haben, macht sich CDU-Laschet lustig.

Noch schlimmer: Die Bundesregierung war schon vier Tage vor dem Hochwasser vom Europäischen Hochwasser-Warnsystem (EFAS) vor der sich anbahnenden Naturkatastrophe gewarnt worden.
Präzise sagte das System beispielsweise voraus, dass das Gebiet Ahrweiler besonders betroffen sein würde.
Allein dort starben nach aktuellem Kenntnisstand über 150 Menschen, hunderte wurden teils schwer verletzt, die Schäden gehen in die Milliarden.
Auch der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte mit der höchsten Warnstufe vor der sich anbahnenden Katastrophe.

Screenshot facebook | Bild anklicken

Die Verantwortlichen in Deutschland wussten, dass die Fluten kommen würden, aber die Warnungen wurden offensichtlich nicht beachtet.
Wetterwissenschaftler sagen, dass ein „monumentales Versagen des Systems“ direkt für den Tod und die Verwüstung verantwortlich ist, die durch den Regen eines ganzen Monats ausgelöst wurden, der in dieser Woche an zwei Tagen fiel, berichten als Erste nicht die deutschen Hofberichterstatter, sondern ausländische Zeitungen wie die Times.

Die ersten Anzeichen der Katastrophe wurden demzufolge schon vor neun Tagen von einem Kopernikus-Satelliten entdeckt, der 500 Meilen über den beschaulichen Hügeln die Erde über den Rhein umrundet.
Die tödliche Flutwelle, die Teile Westdeutschlands zerstört hat, wurde bereits vor neun Tagen, fast punktgenau vorhergesagt:
Ein Team von Wissenschaftlern sandte den deutschen Behörden eine Reihe von Vorhersagen, die so genau waren, dass sie sich nun wie eine makabre Prophezeiung lesen:
Das Rheinland sollte von „extremen“ Überschwemmungen heimgesucht werden, besonders entlang der Erft und der Ahr und in Städten wie Hagen und Altena.
Doch trotz einer mindestens 24-stündigen Vorwarnung, die fast genau vorhersagte, welche Stadtteile bei Einsetzen des Regens am stärksten betroffen sein würden, erwischte das Hochwasser viele seiner Opfer noch immer weitgehend unvorbereitet.
Es stellt sich nun die Frage, warum Bewohner nicht evakuiert wurden.

Deutschland lag mit seinen Vorkehrungen auf die schweren Niederschläge der letzten Wochen völlig daneben, obwohl es umfassende Warnungen vor bevorstehenden Fluten gegeben habe, sagte gestern ein Experte, der Europas Flut-Vorhersage-Modell geschaffen hat.
Hannah Cloke, Professerin der Hydrologie an der Universität Reading sagte, dass ein »monumentales Versagen des Systems« zu den menschlichen Kosten dieser tödlichsten Nachkriegs-Naturkatastrophe zumindest beigetragen habe.
Die Behörden hätten die Warnungen der Wissenschaftler ignoriert.
In Teilen Deutschlands ging innerhalb von 48 Stunden die Monatsmenge Regen nieder.

Anfang der 2000er-Jahre haben Cloke und zwei Kollegen das »European Flood Awareness System« (Efas) geschaffen, um Katastrophen wie diese zu verhindern.
Der Algorithmus von Efas verbindet Beobachtungsdaten des Kopernikus Satelliten der Europäischen Union mit hydrographischen Daten und aktuellen Wasserständen entlang der Flüsse und Nebenflüsse und gibt mit diesen Daten den Behörden mindestens 48 Stunden, um sich auf das, was kommt, vorzubereiten.
2014 war es Behörden in Kroatien möglich, sich auf die massiven Überschwemmungen auf dem Balkan vorzubereiten.
Dieses Mal wurden die Warnungen der Wissenschaftler jedoch ignoriert.
Efas hat bereits am 10. Juli 2021 Alarm geschlagen, vier Tage vor der erste Flutwelle wurden Warnungen an die deutsche und die belgische Regierung verschickt, Warnungen darüber, dass entlang von Niederhein und Meuse mit Überschwemmungen zu rechnen ist.
Über die nächsten Tage produzierte Efas detaillierte Karten, die die meisten der Regionen, die besonders hart getroffen wurden, identifiziert haben.
Die deutschen Projektpartner haben detaillierte Auswertungen für einzelne Flüsse, darunter die Ahr, in deren Hochwasser mindestens 93 Menschen ertrunken sind und mehr als 600 verletzt wurden, angefordert.
Cloke sagt, dass es sicher schwierig gewesen wäre, Flash-Flutwellen vorherzusagen, aber mit Sicherheit ausreichend Zeit vorhanden gewesen sei, um die Städte vorzubereiten.
»Dass Menschen nicht evakuiert wurden, nicht einmal gewarnt wurden, das zeigt, dass hier etwas völlig schiefgegangen ist«, sagte Cloke.

Damit wird laut Freie Weltdeutlich: Anders als Angela Merkel, Karl Lauterbach und die Grünen den Bürgern weißmachen wollen, hat die Hochwasserkatastrophe vor allem eine Ursache und die hat nichts mit dem Klimawandel zu tun:
Das komplette Versagen der leitenden Stellen in der Bundesregierung.
Wie schon beim probeweisen Bundedwarntag funktionierte auch im Ernstfall nicht viel.
Die Bürger wurden von den zuständigen Politikern allein gelassen.
Viele bezahlten dafür mit ihrem Leben.

Die praktisch gleichlautenden Erklärungen von Union, SPD und Grünen, das Hochwasser zeige, wie notwendig der beschleunigte Kampf gegen den Klimawandel sei, dürfte daher vor allem ein Versuch gewesen sein, vom eigenen völligen Versagen abzulenken.
Das betrifft an aller erster Stelle Innenminister Seehofer, CSU, aber womöglich auch die Ebenen in den von SPD und Grünen Landesregierungen in Rheinland-Pfalz und die CDU/FDP geführte Landesregierung in Nordrhein-Westfalen unter CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet.

Alice Weidel, Vorsitzende der AfD-Fraktion im Bundestag, teilt dazu mit:
Erst jetzt wird klar, wie groß das Versagen der Bundesregierung im Falle dieser Naturkatastrophe ist. Hätte man die Warnungen des DWD und des EFAS nicht ignoriert, sondern Vorsorge getroffen, wären viele Menschenleben gerettet worden. Die Vorlaufzeit wäre groß genug gewesen, um Vorsichtsmaßnahmen wie beispielsweise Evakuierungen einzuleiten. Die Menschen hätten sich und ihr Hab und Gut in Sicherheit bringen können.
Stattdessen tut man heute nicht nur so, als habe man das nicht ahnen können, sondern schiebt die eigene Verantwortung mit Hinweis auf den ‚Klimawandel‘ von sich weg. Auch das ist ein weiterer Schlag für die Opfer, denn sowohl an den wissenschaftlichen Fakten, als auch an dem Leid der Betroffenen gehen solche Aussagen völlig vorbei.
Es muss nun dringend aufgearbeitet werden, welche Stellen innerhalb der Bundesregierung versagt haben. Das ist auch deshalb wichtig, um eine Wiederholung solcher Ereignisse zu vermeiden. Deshalb muss umgehend geprüft werden, ob die erforderliche Mehrheit für eine Sondersitzung des Bundestages zustande kommt, bevor dann die Sommerpause unterbrochen wird. Dabei sollte zudem eine umfangreiche Unterstützung für die betroffenen Regionen beschlossen werden. Die Menschen brauchen jetzt schnelle und unbürokratische Hilfe, das ist vor allem die Bundesregierung ihnen mehr als schuldig.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.