Putins Machtpoker?

Rußland lässt sein Gas zurückfliessen

Russische Gas, das über die Jamal-Pipeline nach Deutschland fließen soll, wird an der deutsch-polnischen Grenze zurück nach Polen gepumpt.
Der Grund ist unklar, verrmutet wird ein politishes Spielchen Putins.
Das ganze findet nicht zum ersten Mal statt und wird als eine Machtdemonstration empfunden, vor der Kritiker der Abhängigkeit Deutschlands von russischem Gas längst gewarnt haben.
Andere Kritiker von Nord Stream 2 fürchten eine starke Abhängigkeit Deutschlands von russischem Gas.
Dies wird vor allem vor dem Hintergrund des Konflikts Russlands mit der Ukraine kritisch gesehen.
Deutschland und die Europäische Union (EU) fordern vom russischen Präsidenten Wladimir Putin eine Deeskalation in der Region.
Sie werfen Russland vor, wegen der politischen Konflikte Gaslieferungen nach Europa zu verzögern.
Bereits im November wurde an neun Tagen von der Verdichterstation Mallnow in Brandenburg das russische Gas in die entgegengesetzte Richtung nach Polen gepumpt.

Der Focus berichtet davon, daß Putin Deutschland vorhält, Gas an Polen verkauft und damit die Gaspreise hochgetrieben zu haben.
Auch würde Deutschland das Gas nicht nur an Polen, sondern auch an die Ukraine weiter verkaufen und damit die Preise auf einem ohnehin überhitzten Markt weiter anheizen.

Laut Focus werfen „Westliche Staaten“ Russland seit Wochen vor, die Gaslieferungen nach Europa zu drosseln, „um auf diese Weise politischen Druck auszuüben. Einige Experten sehen in dem Vorgehen einen Versuch Moskaus, die Inbetriebnahme der umstrittenen Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 zu erzwingen. Auch die massiven Spannungen an der ukrainischen Grenze sorgen seit Wochen für Streit zwischen Russland und dem Westen.“

Mit der Inbetriebnahme von Nord Stream 2, dessen Inbetriebnahme noch nicht in Sicht ist, habe das alles aber nichts zu tun.
Dafür steht aber weiterhin die Genehmigung der Bundesnetzagentur aus, während Putin die Gaspipeline so schnell wie möglich ans Netz bringen will.
Das Bundeswirtschaftsministerium erklärte dazu, es beobachte die Lage mit Blick auf die Gasversorgung und -mengen „sehr genau“ und die Versorgungssicherheit sei weiterhin gewährleistet, es gebe aktuell keine Versorgungsengpässe.
Fakt ist laut Bundesnetzagentur, daß rund zwei Drittel des nach Deutschland importierten Gases aus Russland und den GUS-Staaten kommt.
Die in Deutschland ankommenden Gasimporte werden zu großen Teilen durchgeleitet, häufig nach Österreich und in die Niederlande.

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